Digitalisierung, Erschließung, Kooperationen

„Whodidwhattowhomwasneverreallyclear…“

Die Erschließung und Digitalisierung der Tanzfilme der Tanzfabrik Berlin

Projektlaufzeit: Februar 2017 – Dezember 2017

Videokassetten der Tanzfabrik im Archiv

In einem digiS-Projekt, das für das Förderjahr 2017 den Zuschlag bekam, wurde in einer Kooperation zwischen dem Archiv der Akademie der Künste, Berlin, der Tanzfabrik Berlin und dem Internationalen Theaterinstitut / Mime Centrum Berlin ein Digitalisierungsprojekt verwirklicht: Tanzfilme der Tanzfabrik Berlin aus den Jahren 1978-1990, die auf VHS oder U-Matic-Bändern seit 2012 im Archiv Darstellende Kunst bewahrt werden, wurden erschlossen und digitalisiert.

Die 1978 als Zentrum für modernen Tanz, Improvisation und experimentelle Tanzformen gegründete und bis heute existierende Tanzfabrik Berlin, ist eine der außergewöhnlichsten Erscheinungen der jüngeren Berliner Tanzgeschichte. Die Choreografien wurden im Kollektiv entwickelt, und bis in die 1990er Jahre wurde die Tanzfabrik auch kollektiv geleitet.

Die Tanzabende, die mit der damals verfügbaren Videotechnik aufgezeichnet wurden, sind in Berlin entstanden und dienen als originäre Zeugnisse des modernen Tanzes der 1970er bis 1990er Jahre.

Das Projekt umfasst die Erschließung und Digitalisierung von 32 Videodokumenten die zunächst aus 250 vorliegenden Videokassetten ausgewählt wurden, darunter zahlreiche Dubletten und Videobänder die nicht mehr abspielbar waren.

Es ist gelungen, die wichtigsten Choreografien aus der ersten Phase der Tanzfabrik zu sichern, darunter Abendspaziergang, Liebste Liebe, Buddy Bodies, Terra incognita und Schwitters Ursonate.

Die Digitalisate sind unter Archiv Tanzfabrik im Lesesaal der Akademie der Künste am Robert-Koch-Platz 10 zugänglich und können auch in der Mediathek für Tanz und Theater des ITI/MCB eingesehen werden. Sofern die dafür notwendigen Rechte eingeholt wurden, werden die Digitalisate auch über die Webseite des ITI / MCB abrufbar sein.

Zum Beitrag unter "Neues aus dem Archiv"

Projektleitung: Thilo Wittenbecher, Internationales Theaterinstitut/Mime Centrum Berlin

   

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