INITIAL –
Sonderstipendien der Akademie der Künste für Künstler*innen

Infolge der Corona-Pandemie ist ein Flurschaden noch nicht absehbaren Ausmaßes in allen Bereichen künstlerischer Produktion entstanden. Zahlreiche Künstler*innen sind in eine prekäre Lage geraten. Die Akademie der Künste vergibt im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgelegten Programms NEUSTART KULTUR das Sonderstipendium INITIAL zur Recherche und Entwicklung künstlerischer Arbeiten. Die Stipendien dienen dem Schutz und der Ermöglichung künstlerischer Produktion und sind Grundlage sowie Anstoß für künstlerische Langzeitprojekte, deren Vorbereitung und Entwicklung während der Pandemie erschwert sind.

In Anlehnung an die sechs Sektionen der Akademie der Künste richtet sich das Stipendium an professionell arbeitende Künstler*innen der Kunstsparten Bildende Kunst, Baukunst, Literatur, Musik, Darstellende Kunst, Film- und Medienkunst/Hörspiel sowie an Nachwuchskünstler*innen, die mit ersten Werken in Erscheinung getreten sind. Das Programm umfasst insgesamt 5 Millionen Euro. Es werden 791 Stipendien in Höhe von 6.000 Euro für einen Zeitraum von vier Monaten (Oktober 2021 bis Ende Januar 2022) vergeben. Die Auswahl erfolgt durch sieben mit Akademie-Mitgliedern besetzten Fachjurys. Pro Kunstsparte und für die Kategorie der Nachwuchsförderung können sich bis zu 1.000 Künstler*innen bewerben. Danach wird das jeweilige Bewerbungsportal geschlossen, spätestens zum 15. Juli 2021.

>> Zum Online-Bewerbungsportal

FAQ – Fragen und Antworten zum Sonderstipendium INITIAL

Ziel von INITIAL ist die Förderung der Recherche und Entwicklung künstlerischer Arbeiten. Das Stipendium dient dem Schutz und der Ermöglichung künstlerischer Produktion und ist Grundlage sowie Anstoß für künstlerische Projekte, deren Vorbereitung und Entwicklung während der COVID-19-Pandemie erschwert sind. Ausschlaggebendes Kriterium für die Förderung sind die künstlerische Qualität bisheriger Projekte und die Entwicklungsfähigkeit des beantragten Vorhabens.

In Anlehnung an die sechs Sektionen der Akademie der Künste richtet sich das Stipendium an professionell arbeitende Künstler*innen der Kunstsparten Bildende Kunst, Baukunst, Literatur, Musik, Darstellende Kunst, Film- und Medienkunst sowie an Nachwuchskünstler*innen, die in Deutschland ansässig sind und mit ersten Werken in Erscheinung getreten sind (JUNGE AKADEMIE der Akademie der Künste).

Professionalität ist gegeben, wenn entweder

  • der Nachweis über eine Mitgliedschaft in einem Berufsverband für Künstler*innen der o. g. Kunstsparten oder in der Künstlersozialkasse vorliegt oder
  • eine Ausbildung an einer deutschen Universität oder Kunsthochschule oder einer vergleichbaren ausländischen Einrichtung (gemäß anabin-Liste) abgeschlossen wurde oder
  • eine mehrjährige professionelle künstlerische Praxis auf dem Gebiet zeitgenössischen Kunst nachgewiesen werden kann.

Es werden insgesamt 791 Stipendien vergeben.

Jedes Stipendium ist mit 6.000 Euro dotiert.

Die Stipendien werden offen ausgeschrieben im Zeitraum vom 15.6. bis 15.7.2021

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online: initial.adk.de

Es werden maximal 1.000 Anträge pro Kunstsparte sowie für Nachwuchskünstler*innen zugelassen.

Zur Antragstellung müssen Sie Angaben zu Ihrer Person und zur künstlerischen Professionalität (siehe Frage 2) machen. Zudem sind eine Konzeptskizze des Fördervorhabens, ein Portfolio bzw. Dokumentations-/Informationsmaterial über die bisherige künstlerische Arbeit sowie Ihren Lebenslauf einzureichen. 

Nein, es kann nur ein Antrag pro Kunstsparte bzw. als Nachwuchskünstler*in gestellt werden.

Über die Vergabe der Stipendien entscheiden sieben Fachjurys (je Kunstsektion sowie der JUNGEN AKADEMIE der Akademie der Künste). Ausschlaggebendes Kriterium für die Förderung sind die künstlerische Qualität bisheriger Projekte und die Entwicklungsfähigkeit des beantragten Vorhabens. Zudem erfolgt die Auswahl anhand spezifischer Kriterien, die pro Sektion festgelegt sind. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist Teil dieser Kriterien. 

Die Kriterien der jeweiligen Programme finden Sie auf der INITIAL-Programm-Seite.

Über eine Zu- bzw. Absage des Stipendiums werden Sie per E-Mail informiert. 
Grundlage für die Bewilligung des Stipendiums, Auszahlung und Abrechnung der Mittel ist ein Zuwendungsbescheid, der durch die Akademie der Künste ausgestellt wird. 

Auszahlungen erfolgen nach Erteilung des Zuwendungsbescheids. Die Auszahlung des Stipendiums erfolgt in zwei Raten: 5.400 Euro zu Beginn des Stipendiums und 600 Euro nach Eingang des Sachberichts bis 15.2.2022 auf ein deutsches Girokonto des Antragstellenden. Vor der Auszahlung ist eine Überprüfung der Personenidentität notwendig. Nähere Informationen dazu finden Sie im Zuwendungsbescheid.

Eine Umsetzung ist wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Das Stipendium kann auch für vorbereitende Arbeiten genutzt werden.

Nein, die künstlerischen Arbeiten können nicht in der Akademie der Künste präsentiert werden.

Der Antragstellende verpflichtet sich, die durch das Stipendium ermöglichte künstlerische Arbeit in Form eines Sachberichts nach Ende der Stipendienlaufzeit zu dokumentieren.

Die Laufzeit des Stipendiums (Förderzeitraum) ist vom 1.10.2021 bis zum 31.1.2022.

Der Sachbericht ist online auf initial.adk.de einzureichen und soll eine maximale Anzahl von 1.500 Wörtern nicht überschreiten.

Der Sachbericht ist ausschließlich online bis zum 15.2.2022 einzureichen.

Im Sachbericht ist darzustellen, wie das Stipendium zur Recherche und Entwicklung der künstlerischen Arbeiten genutzt wurde. Nähere Informationen dazu erhalten Sie in einer E-Mail zum Ende der Stipendienlaufzeit.

Der Sachbericht kann in deutscher oder englischer Sprache erstellt werden.

Nein, eine Verlängerung der Laufzeit des Stipendiums ist nicht möglich. Der Sachbericht ist bis zum 15.2.2022 online einzureichen.

Ja, das ist möglich. Bitte verwenden Sie dazu die Formulierung:
„Gefördert durch die Akademie der Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR“.

Nein, dem Antrag müssen keine Belege über Honorarausfälle, Kontoauszüge, Kostenkalkulationen etc. beigelegt werden.

Da es sich um ein Stipendium handelt, verzichten wir auf einen zahlenmäßigen Nachweis und bitten lediglich um die Vorlage eines des o. g. Sachberichts, aus dem die ordnungsgemäße Verwendung hervorgeht.

Ja, das Stipendium steht allen oben genannten Personen offen. Weiterführende Informationen zum Thema SGB II und Grundsicherung finden Sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.

Grundsätzlich ist es möglich, das Stipendium zu beantragen und gleichzeitig Arbeitslosengeld I zu beziehen. Wichtig ist hier, dass Ihre Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt durch die Arbeit an Ihrem Projekt nicht beeinträchtigt wird. Auch dürfen Sie keine Einnahmen aus dem Projekt generieren bzw. müssen diese Ihrer zuständigen Arbeitsagentur mitteilen.

Falls weitere Fragen zu der Kombinierbarkeit bestehen, wenden Sie sich bitte an Ihren zuständigen Sachbearbeiter*in bei der Arbeitsagentur.

Nein, Aufstockungsanträge sind grundsätzlich ausgeschlossen.

Nein, die Stipendien werden nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Weiterführende Informationen zum Thema Grundsicherung finden Sie auf der auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.

Die Stipendien dienen nicht der Absicherung des Lebensunterhalts. Sie verfolgen einen darüber hinausgehenden Zweck. Wie Sie sie eingesetzt haben, beschreiben Sie in dem Sachbericht.

Die zeitgleiche Förderung der Recherche und Entwicklung des beantragten Projektes aus Mitteln des Bundes (oder von ihm geförderten Rechtsträgern), der Länder und Kommunen und des Sonderstipendiums ist ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für andere Programme, die aus dem Programm NEUSTART KULTUR finanziert werden.
Eine Inanspruchnahme von Fördermitteln aus dem Sonderstipendium schließt deshalb die Inanspruchnahme von Leistungen des Bundes zur Abmilderung von Folgen der COVID-19-Pandemie, die einem anderen Zweck dienen (wie zum Beispiel die Überbrückungshilfe), nicht aus.
Ergeht vor der Bescheidung des Antrags über das Stipendium aus NEUSTART KULTUR in diesem Stipendienprogramm ein positiver Bescheid, muss der Antrag auf ein Stipendium aus NEUSTART KULTUR im Falle einer Zeitüberschneidung unverzüglich zurückgenommen werden. Wird das Stipendium aus NEUSTART KULTUR gewährt, so müssen im Falle einer Zeitüberschneidung etwaige weitere Anträge in anderen Stipendienprogrammen unverzüglich zurückgenommen bzw. dürfen nicht eingereicht werden. 
Dies gilt nicht für Stipendien privater Förderer oder wenn die Fördersumme in einem anderen Stipendienprogramm weniger als 50 % der monatlichen Fördersumme des Stipendiums aus NEUSTART KULTUR beträgt; in diesen Fällen ist eine Kumulierung unabhängig von den Förderzeiträumen ausnahmsweise zulässig. 

 Wird im Nachgang festgestellt, dass anhand der in den Fördergrundsätzen genannten Bestimmungen zur Vereinbarkeit  mit anderen Förderprogrammen zuwidergehandelt wurde, ist das Stipendium von NEUSTART KULTUR vollumfänglich zurückzuzahlen. 

Bei zweckmäßiger Verwendung müssen die Mittel nicht zurückgezahlt werden.

Das Stipendium wird allerdings zurückgenommen, wenn Angaben nicht wahrheitsgemäß gemacht wurden und die Vergabe des Stipendiums somit zu Unrecht erfolgte. Auch kann eine Rückforderung erfolgen, wenn der Hauptwohnsitz vor dem 31.1.2022 in einen Ort außerhalb Deutschlands verlegt wird oder wenn kein Sachbericht bis zum 15.2.2022 eingereicht wurde. Die Mittel sind dann unverzüglich in voller Höhe, einschließlich Zinsen, zurückzuzahlen.

Subventionsbetrug begeht, wer vorsätzlich oder leichtfertig falsche oder unvollständige Angaben macht, um eine zweckgebundene Förderung der öffentlichen Hand (Subvention) zu erhalten, oder wer es vorsätzlich oder leichtfertig unterlässt, Änderungen zu diesen Angaben zu machen. Es wird darauf hingewiesen, dass falsche oder unvollständige Angaben über Tatsachen, die für die Förderentscheidung von Bedeutung sind, eine Betrugsstrafbarkeit begründen (§§ 263, 264 StGB) können, sofern diese Angaben in der Absicht erfolgen, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen.

Zahlungen aus dem nach § 3 Nr. 11 EStG steuerfreien Künstlerstipendium sind in Zeile 15 der Anlage EÜR einzutragen. Die mit dem Stipendium beglichenen Betriebsausgaben sind – je nach Verwendung – in die entsprechende Betriebsausgabenzeile einzutragen.

Da die Einnahmen steuerfrei sind und die damit in Zusammenhang stehenden Ausgaben steuerlich nicht abgezogen werden dürfen, müssen die Einnahmen zusätzlich in Zeile 92 und die Ausgaben zusätzlich in Zeile 95 eingetragen werden. Die Gewinnermittlung wird dadurch für steuerliche Zwecke korrigiert.

Ausdrücklich weisen wir Sie darauf hin, dass es sich beim Stipendium INITIAL um eine steuerfreie Zahlung handelt. Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Finanzamt.

Wir behalten uns vor, die ordnungsgemäße Mittelverwendung zu prüfen. Sollten Sie innerhalb von sechs Monaten nach Abgabe des Sachberichts keine weitere Nachricht von uns erhalten, gilt Ihr Fördervorgang bei uns als abgeschlossen.

Haben Sie noch Fragen?
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an initial@adk.de.