Digitalisierung

Digitalisierung und Onlinestellung der historischen Ausstellungskataloge

Projektlaufzeit: Januar 2019 – Dezember 2019

Erster Katalog der Preußischen Akademie der Künste vom 20. Mai 1786

Die von 1786 bis 1943 stattfindenden Kunstausstellungen der Preußischen Akademie der Künste waren über lange Zeit ein Leitmedium des Berliner Kunst- und Kulturlebens und genossen deutschlandweit Anerkennung. Hier hatten Berliner und auswärtige Künstlerinnen und Künstler erstmals die Möglichkeit, ihre Werke zu zeigen und zu veräußern. Die wiederkehrenden Ausstellungen machten den direkten Vergleich der Kunstwerke untereinander möglich und boten als gesellschaftlicher Begegnungsort ein offenes und kritisches Forum, in dem Künstler/innen, Kunst und Publikum direkt aufeinander trafen. Das Ausstellungsgeschehen wurde seit 1786 in Katalogen dokumentiert. Die sehr seltenen Verzeichnisse enthalten genaue Angaben über die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, die ausgestellten und zum Verkauf stehenden Werke und zeitweise eine Chronik der Akademie. Sie sind heute eine herausragende und viel genutzte Quelle für das Berliner Kunst- und Kulturleben, insbesondere bei Forschungen zur Provenienz und Geschichte der Kunstwerke.
Das Projekt umfasst die Digitalisierung und Onlinestellung von 216 Ausstellungskatalogen aus dem Zeitraum von 1786 bis 1943, die schätzungsweise 80.000 Werke von ca. 12.000 Künstlerinnen und Künstler beschreiben. Die Publikation der Digitalisate wird in Kooperation mit der UB Heidelberg – Abteilung Elektronisches Publizieren auf heidiCON realisiert. Mit Hilfe von OCR-Texterkennung werden für sämtliche Kataloge Volltexte hinterlegt, so dass eine Volltextsuche möglich ist. Zusätzlich wird ein elektronisches Gesamtregister aller enthaltenen Künstlernamen erarbeitet, um einen gezielten Zugriff auf den einzelnen Katalogeintrag zu ermöglichen.
Das von digiS geförderte Projekt ist Bestandteil eines größeren Vorhabens, das ein Forschungsportal „Die Preußische Akademie der Künste. Künstler – Werke – (F)Akten“ zum Ziel hat. Das Teilprojekt ist ab Januar 2020 selbständig nutzbar und funktionsfähig.

Projektleitung: Werner Heegewaldt, Susanne Nagel

In Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg – Abteilung Elektronisches Publizieren

Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin und dem Forschung- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (digiS)