Im November 2015 verstarb der Regisseur, Intendant und Schriftsteller Luc Bondy im Alter von 67 Jahren in Paris. Das Buch zeigt die Fülle und Vielfalt seines Werks – die internationale Theaterlaufbahn im Spiegel seiner Wegbegleiter sowie die Introspektionen eines Schriftstellers und das schöpferische Chaos, aus dem seine Inszenierungen hervorgingen.

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Die Kommunikation der berühmten Svendborger Schachpartner erinnert an das königliche Spiel: Ermattungstaktik, Überraschungsangriff, Rückzug, strategische Partnerschaft, Matt – und neue Partie. Aufsätze und künstlerische Kommentare in diesem Buch werfen Schlaglichter auf eine außergewöhnliche Konstellation. Benjamin und Brecht erscheinen als Zeitgenossen des Jahrhunderts der Extreme. Sie entwerfen Modelle der Kunst und der Kunstbetrachtung, der Politik, des Denkens und des Lebens, mal "versuchsweise extrem", mal spielerisch. Mit Texten von Minou Arjomand, Zoe Beloff, Broomberg & Chanarin, Durs Grünbein, Barbara Hahn, Alexander Kluge, Mark Lammert, Bernd-Peter Lange, Burkhardt Lindner, Thomas Martin, Ursula Marx, Frank-M. Raddatz, Jan Philipp Reemtsma, Kristin Schulz, Marcus Steinweg, Steffen Thiemann, B. K. Tragelehn, Edmund de Waal und Erdmut Wizisla.

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Band 3 der Notizbuchausgabe publiziert erstmals authentisch vier Notizbücher aus dem Jahr 1921. Im Zentrum steht Brechts drittes großes Theaterstück Im Dickicht, daneben finden sich zahlreiche unbekannte Entwürfe, Notizen über Lektüren oder private Querelen. Die Herausgeber erschließen Brechts Eintragungen in einem ausführlichen Stellenkommentar und eröffnen neue Erkenntnisse zu Werk und Biografie.

Die Publikation dokumentiert in einer Collage aus Fotografien und Texten, Selbstzeugnissen und Dokumenten, die überwiegend aus den Archiven der Akademie der Künste stammen, die gemeinsamen Theaterarbeiten von B. K. Tragelehn und Heiner Müller. Zugleich ist sie Zeugnis einer nicht nur künstlerischen Freundschaft der beiden Theatermänner. Sie erscheint zum 80. Geburtstag des Regisseurs, Dichters und Übersetzers B. K. Tragelehn, der sein Archiv 2013 der Akademie der Künste übergab. Mit einem Werkverzeichnis.

Der Katalog enthält Texte von internationalen Autoren wie David Ross, Constance Lewallen, Lisa Steib, bisher unbekannte Arbeiten und Dokumente wie Werknotizen und -skizzen sowie 2015 aus Anlass der Ausstellung verfasste Statements von Zeitgenossen, darunter Vito Acconci, Tom Marioni und Bill Viola. Im Buch wird zwischen dokumentarischer Aufzeichnung und künstlerischem Werk, das die Entstehung der Performance im Foto oder Video festhält, differenziert.

„Das Bild des Theaters, wie es Maria Steinfeldt in vier Jahrzehnten in Berlin-Mitte, manchmal auch andernorts, in vielerlei Gestalt festgehalten hat – wo ist es, außer in diesem Buch und in Zeitschriften und Büchern jener Zeit, zu finden?“, fragt Friedrich Dieckmann in seinem Essay über die „Festhaltende Genauigkeit“ in der Theaterfotografie der Maria Steinfeldt. Als Absolventin der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig machte sie die Ideen Brechts zur Maxime ihrer Arbeit und dokumentierte an der Seite der Künstler Inszenierungen am Berliner Ensemble, aber auch an vielen anderen Theatern und Opernhäusern.
Mit einem Vorwort von Friedrich Dieckmann und einem Gespräch mit Maria Steinfeldt.

Arila Siegerts Künstlerbiografie ist so ungewöhnlich wie exemplarisch: Sie war Palucca-Schülerin, 1. Solotänzerin an der Semperoper Dresden – sie führte die Dresdner Ausdruckstanztradition fort und gründete 1985 ein modernes Tanztheater mit eigenen Soloprogrammen –, kreierte Choreografien an der Komischen Oper Berlin, in Leipzig und Dresden, leitete das Tanztheater am Landestheater Dessau und wurde als Expertin für die Bauhausbühne berufen. Mit ihrer Macbeth-Inszenierung 1998 in Ulm startete sie als Opernregisseurin und „erregte bundesweites Aufsehen“, wie Alexander Kluge feststellte.Das Buch dokumentiert die Lebens- und Arbeitsstationen von Arila Siegert anhand neuer Texte der Wissenschaftler und Künstlerkollegen Claudia Eder, Wolfgang Engel, Jens Richard Giersdorf, Peter Jarchow, Alexander Kluge, Georg-Friedrich Kühn, Helge Leiberg, Gerd Rienäcker, Hans Dieter Schaal, Dirk Scheper, Tom Schilling, Marie-Luise Strandt, Eva Winkler, erstmals veröffentlichter Briefe ihrer Lehrerinnen Palucca und Nina Ulanowa, von Tagebüchern und Gesprächen. Die Faszination dieser Biografie ergibt sich vor allem aus der Stringenz, mit der Arila Siegert ihr künstlerisches Vokabular über die Zeiten hinweg aufbaute und erweiterte – ein Prozess, der bis heute nicht abgeschlossen ist. Ein Bildessay von Jim Rakete über ihren Tanz zum Boléro von Ravel 2010, viele Bühnenfotos und ein detailliertes Werkverzeichnis ergänzen die Texte auf vielfältige Weise.

Schauspieler und Gesprächspartner treffen sich in einer Interviewsituation ohne Zuschauer auf leerer Bühne. Das Gespräch konzentriert sich auf den persönlichen Motor, die persönliche Philosophie des Spielens. Es ergründet Grenzerfahrungen und -erweiterungen, das Spiel mit dem Publikum, mit und ohne vierte Wand. Eine Recherche zum Zustand der Schauspielkunst in einer performativen Gesellschaft und ein Beitrag zur überfälligen Frage, ob Theater nur der Gegenwart verpflichtet ist oder nicht auch der Zukunft.

Josef Bierbichler im Gespräch mit Andres Veiel | Akademie der Künste, Berlin
Edith Clever im Gespräch mit Nele Hertling | Hebbel-Theater, Berlin
Maren Eggert im Gespräch mit Anika Steinhoff | Deutsches Theater Berlin
Jens Harzer im Gespräch mit Sebastian Heindrichs | Thalia Theater, Hamburg
Fabian Hinrichs im Gespräch mit Matthias Dell | Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
Sandra Hüller im Gespräch mit Yvonne Büdenhölzer | Münchner Kammerspiele
Signa Köstler im Gespräch mit Matthias Weigel | Akademie der Künste, Berlin
Ulrich Matthes im Gespräch mit Hans-Dieter Schütt | Deutsches Theater Berlin
Joachim Meyerhoff im Gespräch mit Peter Kümmel | Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Wiebke Puls im Gespräch mit Matthias Lilienthal | Münchner Kammerspiele

Booklet mit Beiträgen von Petra Kohse, Ulrich Matthes, Kurzbiografien der Beteiligten.

Wegbegleiter von Gert Voss erinnern sich, von ganz unterschiedlichen beruflichen Perspektiven geleitet, an Aufführungen und Rollen des Schauspielers. Es sind Maler und Schriftsteller, Bühnenbildner und Übersetzer, Dramaturgen und Politiker, allesamt Theaterliebhaber. Daraus entsteht eine Geschichte der Beziehungen zu Stücken, zu Rollen, zu Autoren, zu Zeitereignissen und vor allem zum Spielen. Zugleich zeichnet die Publikation in großformatigen Fotografien, anhand von ausgewählten Rezensionen und Dokumenten das Theaterleben von Gert Voss von 1966 bis 2014 nach und geht in einem Exkurs auf alle seine Shakespeare-Rollen ein. Mit Beiträgen von Peter von Becker, Hermann Beil, Luc Bondy, Hans-Jörg Clement, Bruno Ganz, André Heller, Karl-Ernst Herrmann, Hans-Peter Litscher, Thomas Ostermeier, Elisabeth Plessen, Harald Schmidt, George Tabori, Jan Peter Tripp, Peter Turrini, Klaus Völker u.a. Fotografien von Oliver Herrmann, Georg Soulek, Ruth Walz u.a.

Im Zentrum der Publikation steht die feministische, genderkritische und queere Performancekunst, die das Medium von Anfang an wesentlich prägte. Das temporäre Performancearchiv, das von 2011 bis 2013 durch sechs europäische Länder reiste und seine Abschlusspräsentation in der Akademie der Künste zeigte, war transkulturell und generationenübergreifend angelegt mit Arbeiten von mehr als 180 Künstler_innen und Kollektiven aus den 1960er bis frühen 1980er Jahren sowie zeitgenössischen Positionen aus Ost- und Westeuropa, dem Mittelmeerraum und Nahen Osten, den USA und Ländern Lateinamerikas. Essays von Kathrin Becker, Mathias Danbolt, Eleonora Fabião, Bettina Knaup, Laima Kreivytė / Oxana Sarkisyan / Mare Tralla / Reet Varblane, Laurence Rassel / Linda Valdés, Angelika Richter und Rebecca Schneider, zahlreiche Bildessays sowie Anhang mit Biografien und Werken aller teilnehmenden Künstler_innen.

Filme- und Theatermacher, Literaten und bildende Künstler haben der Revolte in der arabischen Welt ein Gesicht gegeben. Kunst und Kultur werden zu Mitteln des Protests, der Dokumentation und der Reflexion. Dieser Band führt kontroverse Positionen von Damaskus bis Tunis zusammen, die Künstler kommen in Interviews zu Wort.

Neben einem Essay von Norbert Miller stellt die Projektmappe die Positionen aller in der Ausstellung vertretenen Künstler, die Charakterisierung ihres jeweiligen Verhältnisses zu Wagner und die gezeigte Installation vor. Beteiligt sind zeitgenössische Regisseure, Künstler, Bühnenbildner, Schriftsteller – Akademie-Mitglieder und weitere internationale Künstlerinnen und Künstler ebenso wie Neuanfänger, ergänzt durch herausragende künstlerische Positionen aus den Archiven der Akademie.

"Der Bühnenboden ist ein Zauberort", hat Peter Zadek einmal gesagt. Im Lauf seines langen Theaterlebens haben viele Künstler diesen Ort für Peter Zadek immer wieder geschaffen, da seine Neugier auf neue Räume, die ihm wie Wohnungen waren, nicht versiegte. In diesem Buch äußern sich die Bühnenbildner im Gespräch mit Elisabeth Plessen über ihre Zusammenarbeit mit Peter Zadek, die Entstehung einzelner Bilder, die Intensität des gesteigerten Lebens im kreativen Prozess: Wilfried Minks, Götz Loepelmann, Peter Pabst, Daniel Spoerri, Johannes Grützke, Anna Badora stellvertretend für Horst Sagert, Rouben Ter-Arutunian, Karl Kneidl und die Lightdesigner André Diot und Susanne Auffermann. Ihren Äußerungen sind Selbstzeugnisse des Regisseurs gegenübergestellt. Fünfzig Jahre deutscher, europäischer Theatergeschichte passieren in Wort und Bild Revue.

Ausführliche Interviews mit ausgewählten Kulturschaffenden aus den Bereichen bildende Kunst, Film, Theater, Musik und Literatur vermitteln eine Vorstellung, was es heute heißt, in Russland künstlerisch tätig zu sein. Die Publikation beleuchtet, welchen gesellschaftlichen, beruflichen oder sozialen Zwängen russische Künstler ausgesetzt sind und in welcher Beziehung sie zum heimischen und zum westlichen „Markt“ stehen. Die große Offenheit und Authentizität der Gesprächsteilnehmer machen den Reiz dieses Bandes aus. Mit Beiträgen von Olga Sedakowa, Kirill Serebrennikow, Boris Chlebnikow, Wladimir Sorokin, Olga Tschernyschowa, Lew Rubinstein und vielen anderen. Leonid Bazhanow ist künstlerischer Leiter des National Centre for Contemporary Arts Moskau. Wolf Iro ist Leiter der kulturellen Programmarbeit des Goethe-Instituts Moskau.

Leben und Werk des bedeutenden expressionistischen Dramatikers werden mit Abbildungen und zeitgenössischen Texten aus dem Georg-Kaiser-Archiv der Akademie der Künste, ergänzt durch Dokumente aus Nachlässen von Regisseuren, Komponisten, Bühnenbildnern, Schauspielern und Kritikern, dargestellt. Die Publikation dokumentiert die wichtigsten Lebensstationen und Werke des meistgespielten Autors auf deutschsprachigen Bühnen zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg, einer schillernden Persönlichkeit mit einem bewegten Leben. Schon als Schüler schrieb er erste Dramen, brach die Schule ab, ging für drei Jahre nach Argentinien. Er heiratete in eine reiche Kaufmannsfamilie, brachte das Vermögen seiner Frau in kürzester Zeit durch, wurde 1920 wegen Unterschlagung verhaftet und musste 6 Monate im Gefängnis verbüßen.
Kaiser verfasste mehr als 70 Dramen, von denen einige verfilmt wurden. Zu seinen wichtigsten Stücken zählen Die Bürger von Calais, das Kaiser 1917 über Nacht berühmt machte, Von morgens bis mitternachts und die Trilogie Gas. 1926 wurde Georg Kaiser zum Mitglied der Sektion für Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste gewählt. Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 geriet er ins Abseits, seine Bücher wurden nicht mehr vertrieben, die Stücke nicht mehr gespielt. 1938 verließ Kaiser sein Refugium in Grünheide bei Berlin und ging ins Exil in die Schweiz. Auch dort waren seine Wirkungsmöglichkeiten begrenzt, Freunde unterstützten ihn. Am 4. Juni 1945 starb Kaiser verarmt in Ascona.
Heike Klapdor untersucht in ihrem Text den Zusammenhang zwischen Georg Kaisers Gas-Dramen und Fritz Langs Film Metropolis. Frank Krause geht anhand von Aufführungsstatistiken der öffentlichen Wirkung Georg Kaisers nach.

Jutta Lampe bezieht die großen tragischen wie urkomischen Momente ihrer Rollen aus einer tiefen Beschäftigung mit den Figuren ebenso wie aus der Improvisation und Leichtigkeit des Spiels. Insbesondere ihre Arbeit mit den Regisseuren Luc Bondy, Klaus Michael Grüber, Peter Stein, Robert Wilson und Edith Clever, an der Berliner Schaubühne und bei den Salzburger Festspielen und ihre Rollen in Stücken von Botho Strauß, Tschechow und Shakespeare sind unvergessen. "Ich habe Peter Stein am Bremer Theater kennen gelernt, unter der Intendanz von Kurt Hübner. Unsere erste gemeinsame Arbeit war Kabale und Liebe. Ich beschreibe diese Zeit als meine Geburt als Schauspielerin. ... Und eben mit der Hilfe eines Regisseurs, der schauen kann, der sich für Menschen zutiefst interessiert und viel vom Theater versteht. Und ich lernte mit der Zeit, auf der Bühne zu sein, zu leben, wie ich es mir immer erträumt hatte."
Das Buch beschreibt die Schauspielerin Jutta Lampe nicht in chronologischem Nacheinander. Vielmehr wird es in der künstlerischen Gestaltung von Karl-Ernst Herrmann – Bühnenbildner und langjähriger Kollege und Kenner ihrer Schauspielkunst – sowie in den vielen großformatigen Fotografien von Ruth Walz u. a. "zur simultanen Bühne, auf der die frühen und die späten, die ernsten und die heiteren Rollen sich schließlich zu der einen vielseitigen Theatergestalt vereinen, die uns so gegenwärtig bleibt wie eine fiktive, facettenreich geschilderte Romanfigur. Eine solche Figur erwächst nicht aus dem Nacheinander der Aufführungen, in denen sie zu sehen war, sondern vielmehr aus dem sanften Durcheinander von Beobachtung und Einbildung, das von diesem und jenem Szenenfoto jetzt ausgelöst wird, so dass wir für Augenblicke den Wahrnehmungshalt verlieren und dem nahen Foto wie einer fernen Erscheinung begegnen." So schreibt Botho Strauß in einem Buchbeitrag. Seine Laudatio anlässlich der Verleihung des Joana-Maria-Gorvin-Preises der Akademie der Künste an Jutta Lampe eröffnet den umfangreichen Fotoband, den ein Interview mit Jutta Lampe und ein komplettes Rollenverzeichnis beschließt. Bereichert wird das Buch durch eine Reihe neuer Überlegungen zu Jutta Lampes Schauspielkunst sowie Texte von Dieter Sturm, Peter Stein, Luc Bondy, Michael Merschmeier, Peter Iden u.a.

Zwanzig Jahre nach der Freilassung Nelson Mandelas steht auch der Gründungsmythos der "Rainbow Nation" auf dem Prüfstand. Wie sieht die Realität heute aus, da – allem utopischen Impetus zum Trotz – soziale Marginalisierung, Segregation und Parallelgesellschaften nach wie vor das Bild bestimmen? Dieser Band stellt Standpunkte von Künstlern, aber auch von Architekten und Verlegern aus Südafrika vor. Sie zeigen, wie sich politische Kunst in der Nach-Apartheid-Ära positioniert: Kann und darf man als Weißer traditionelle afrikanische Rituale als Theater aufführen? Was heißt es, Künstler, Muslim und Inder zu sein – und Südafrikaner? Kann ein nackter schwarzer Tänzer je mehr sein als ein Klischee?

Gesang: Ernst Busch
Piano: Hanns Eisler, Grigori Schneerson
Texte: Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht, Johannes R. Becher u.a.
Musik: Hanns Eisler, Paul Dessau u.a
Zwischenrufe: Helene Weigel u.a.

Originalaufnahmen mit Lilian Harvey, Trude Hesterberg, Hildegard Knef, Katherina Lange, Margo Lion, Brigitte Mira, Renate Müller, Claire Waldorf, Hans Albers, Ernst Busch, Theo Lingen, Willy Rose, Mischa Spoliansky, den Comedian Harmonists, den Weintraub Syncopators u.a.

Die Türkei steht zwischen Europa, der arabisch-islamischen Welt, zwischen Russland und Iran für eine islamische Moderne ebenso wie für eine neue, emanzipierte kulturpolitische Identität, die sich den Klischees der Vergangenheit verweigert. Nationalismus und Islam, traditionelle gesellschaftliche Strukturen, ethnische Vielfalt und geschlechtliche oder kulturelle Identität sind die Themen, mit denen sich bildende Künstler, Literaten, Filmemacher und Musiker auseinandersetzen. In Interviews, Porträts und Essays werden wichtige Protagonisten der aktuellen Kunstszene vorgestellt.

Peter Konwitschnys Musiktheater berührt und rüttelt auf. Sein Engagement lässt sein Theater stark in uns wirken. Konwitschny weitet unseren Blick: Die allzu oft als privat verstandenen Opernsujets macht er zu gesellschaftlichen Angelegenheiten. So gibt er den Stücken ihre Tragweite zurück und legt ihre ursprünglichen Anliegen frei. Dass es ihm dabei immer um etwas Existentielles geht, überträgt sich in den Proben auf die Schaffenden und in den Aufführungen auf das Publikum. Seine Inszenierungen basieren auf langfristiger Vorbereitung, auf genauem Handwerk, Detailarbeit, Einsatz und Mut. Wie Konwitschny den Prozess vom Regieauftrag bis zur Aufführung gestaltet, beschreibt dieses Buch. Anja Oeck begleitete den Opernregisseur über Jahre in Seminaren und Proben und beobachtete das Entstehen seiner Inszenierungen. Das Buch enthält ein Interview mit Peter Konwitschny, Texte von Bettina Bartz, Ruth Berghaus, Marlis Petersen, Albrecht Puhlmann, Gerd Rienäcker, Wolfgang Schöne, Jutta Wübbe, ein Inszenierungsverzeichnis sowie ein Verzeichnis der pädagogischen Tätigkeiten von Peter Konwitschny.

Zum 80. Todestag Klabunds haben das Label edel CLASSICS und die Akademie der Künste, Berlin, mit Unterstützung der Günter-Neumann-Stiftung ein Doppelalbum mit Liedern und Prosa produziert, das namhafte Interpreten wie Matthias Günther, Holger Daemgen, Katherina Lange, Barbara Schnitzler, Ernst Busch, Kate Kühl, Blandine Ebinger, Hanne Wieder, Daniela Ziegler, Eleonore Weisgerber, Hermann Prey, Hannes Wader u.a. versammelt. Das zweisprachige englisch/deutsche Booklet enthält einen Essay von Volker Kühn und zeigt vier der bezaubernden Illustrationen Werner Klemkes zu Klabunds Werk.

Gabriele Mucchi (1899–2002) gilt als einer der bedeutensten italienischen Maler des 20. Jahrhunderts . Mit Brecht verband Mucchi die Suche nach einer realistischen künstlerischen Ausdrucksform. 1957 zeichnete er auf Proben und in Aufführungen im Berliner Ensemble Szenen aus dem Brechtstück Der gute Mensch von Sezuan in der Inzenierung von Benno Besson. Die 78 Theaterzeichnungen werden in dieser Publikation erstmals in ihrer Gesamtheit präsentiert. Ausstellung 1.9.-14.10.2007

Ein visuelles Fest für jeden Theaterliebhaber! Die erste umfassende Dokumentation der Theater-Arbeit von Achim Freyer. Das Nachschlagewerk zum Theater von Achim Freyer!
Band 1 Opulenter Fotoband mit Bildern aus den spektakulärsten Inszenierungen. Ausgewählt und zusammengestellt von Achim Freyer.
Band 2 Chronologische Bild-Dokumentation des Gesamtwerks. Entwürfe, Proben- und Aufführungsfotos zu sämtlichen Inszenierungen.
Band 3 Texte und Skizzen zu sämtlichen, auch nicht realisierten Arbeiten. Konzepte, Rezensionen, Interviews, Briefwechsel und unveröffentlichte theoretische Texte. Komplettes Werkverzeichnis.

Herbert Wernicke (1946–2002), zunächst als Bühnenbildner, ab 1978 auch als Regisseur tätig, inszenierte an den großen Opernbühnen der Welt, in Wien, Salzburg, Brüssel, Paris, Amsterdam, London, New York. Wernickes Inszenierungen, seine suggestiven Bilder und ungewöhnlichen Bühnenräume stehen für eine ganz eigene Sicht auf die Werke der Musikliteratur. Bühnenbildentwürfe, Szenenfotos und Arbeitsskripte korrespondieren in dieser Publikation mit Texten von Herbert Wernicke; der Band wird ergänzt durch ein Vorwort von Albrecht Puhlmann und einen Text von Wolfgang Trautwein zum Nachlass Wernickes im Archiv der Akademie der Künste.

Tatjana Gsovsky (1901–1993) war eine der einflussreichsten Lehrerinnen der deutschen Tänzergeneration nach dem Zweiten Weltkrieg. Zwanzig Jahre lang, bis Mitte der 1960er Jahre, dominierten ihre choreografischen Schöpfungen die deutsche Tanzszene. Für ihre Kreationen arbeitete sie zusammen mit der Komponisten-Avantgarde ihrer Zeit – u. a. Boris Blacher, Hans Werner Henze, Giselher Klebe, Gottfried von Einem und Luigi Nono. Diese erste, ausschließlich Tatjana Gsovsky gewidmete Publikation enthält zahlreiche bisher unveröffentlichte Texte aus ihrem Nachlass, darunter Äußerungen über ihre Arbeit und persönliche Erinnerungen. Darüber hinaus bietet der Band Materialien zu ihren wichtigsten Balletten: Libretti, handschriftliche Entwürfe und Skizzen sowie zahlreiche Fotos von bedeutenden Tanz- und Theaterfotografen ihrer Zeit. Essays, u. a. von den Kritikern Klaus Geitel, Horst Koegler und Dietrich Steinbeck, sowie Vita und Werkverzeichnis komplettieren den Band.

1928 gründete das Ehepaar Johanna Hofer (1896–1988) und Fritz Kortner (1892–1988) eine GmbH, die "die Auswertung der schauspielerischen Tätigkeit" zum Gegenstand haben sollte. Die Publikation zeigt zum großen Teil erstmals Dokumente und Fotos aus den Nachlässen der beiden Künstler. Sie enthält zahlreiche Privat- und Rollenfotos, Zeichnungen von Harald Isenstein sowie Texte von Johanna Hofer und Fritz Kortner, von Bertolt Brecht, Leopold Jessner, Käthe Kollwitz, Ernst Schröder, Maria Wimmer, Carl Zuckmayer und Originalbeiträge von Klaus Völker und Peter Stein.

Mit Aufnahmen von Ralph Benatzky, Max Hansen, Oskar Karlweis, Greta Keller, Lotte Lehmann, Grete Mosheim u.a.