Publikationen

Die Kommunikation der berühmten Svendborger Schachpartner erinnert an das königliche Spiel: Ermattungstaktik, Überraschungsangriff, Rückzug, strategische Partnerschaft, Matt – und neue Partie. Aufsätze und künstlerische Kommentare in diesem Buch werfen Schlaglichter auf eine außergewöhnliche Konstellation. Benjamin und Brecht erscheinen als Zeitgenossen des Jahrhunderts der Extreme. Sie entwerfen Modelle der Kunst und der Kunstbetrachtung, der Politik, des Denkens und des Lebens, mal "versuchsweise extrem", mal spielerisch. Mit Texten von Minou Arjomand, Zoe Beloff, Broomberg & Chanarin, Durs Grünbein, Barbara Hahn, Alexander Kluge, Mark Lammert, Bernd-Peter Lange, Burkhardt Lindner, Thomas Martin, Ursula Marx, Frank-M. Raddatz, Jan Philipp Reemtsma, Kristin Schulz, Marcus Steinweg, Steffen Thiemann, B. K. Tragelehn, Edmund de Waal und Erdmut Wizisla.

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Suhrkamp Verlag, Presseabteilung, Gerrit ter Horst, Tel: 030-740744-298, terhorst@suhrkamp.de

Im Herbst 1933 wollten Benjamin und Brecht einen Kriminalroman schreiben. Steffen Thiemann hat den von Brecht fixierten Plot in Holz geschnitten und Einfälle Benjamins als Fußnoten gesetzt. Die Geschichte einer Erpressung mit tödlichem Ausgang. Mit Texten von Steffen Thiemann und Erdmut Wizisla.

Im FAZ-Blog schreibt Andreas Platthaus ... 

Band 3 der Notizbuchausgabe publiziert erstmals authentisch vier Notizbücher aus dem Jahr 1921. Im Zentrum steht Brechts drittes großes Theaterstück Im Dickicht, daneben finden sich zahlreiche unbekannte Entwürfe, Notizen über Lektüren oder private Querelen. Die Herausgeber erschließen Brechts Eintragungen in einem ausführlichen Stellenkommentar und eröffnen neue Erkenntnisse zu Werk und Biografie.

In 25 Fallbeispielen – zu Benjamin, Brecht, Kempowski, Kollwitz, Heiner Müller, der Akademie-Geschichte, neuen Formen in Theater, Kabarett, Tanz, Fernsehspiel oder Videokunst u. a. – geht die Publikation künstlerischen Aufbrüchen nach, die weiterreichende Folgen für die Entwicklung der Künste des 20. und 21. Jahrhunderts hatten. Der Einleitungsbeitrag zeigt Strukturen und Arbeitsweisen des gesamtdeutschen, multidisziplinären Künstlerarchivs auf, bilanziert die Entwicklung seit 1993, ein Anhang informiert über die Profile der Archivabteilungen.