Neues aus dem Archiv

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10.11.2017, 12 Uhr

Atomdämmerung – Zum 50. Todestag des Schriftstellers Gerd Semmer

Gedichtfassung von Gerd Semmer (Pseudonym Moritz Messer),
9. April 1955

Gerd Semmer, der am 12. November 1967 im Alter von nur 47 Jahren starb, gehörte zum dezidiert linken Flügel der bundesdeutschen Literatur. Seit Mitte der 1950er Jahre schrieb er mit Gedichten gegen die Wiederaufrüstung in der Bundesrepublik an. Er war von Anfang an mit seinen Liedern und Chansons Teil der westdeutschen Ostermarschbewegung der Atomwaffengegner. Sein Nachlass im Archiv der Akademie der Künste ist vollständig erschlossen und steht der Öffentlichkeit zur Verfügung.

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3.11.2017, 10 Uhr

Theaterpraxis und Inszenierungsdokumentation – Arila Siegert und Ulrich Khuon im Interview

Arila Siegert auf der Werkstatt für junge Tanzsolisten im Rahmen der Reihe Politische Körper, Akademie der Künste, Berlin, 2009

Wozu Inszenierungsdokumentation? Wie kann ein so vergängliches Kunstwerk wie eine Theateraufführung für die Nachwelt festgehalten werden? Angeregt durch die Theaterarbeit von Bertolt Brecht und Walter Felsenstein haben Mitglieder der Akademie (Ost) vor 50 Jahren die Herstellung von Inszenierungsdokumentationen initiiert, um künstlerische Erfahrungen und Ergebnisse ihrer Arbeit auszutauschen. Inzwischen liegen in der „Sammlung Inszenierungsdokumentationen“ mehr als 1000 Dokumentationen zu Inszenierungen des Schauspiel- und Musiktheaters vor, die einen Einblick in die Arbeitsweise von 350 Regisseuren an 120 Theatern im deutschsprachigen Raum ermöglichen.

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2.11.2017, 12 Uhr

5 Fragen an Steffen Thiemann zu Bertolt Brecht und Walter Benjamin als Kriminalautoren

Im Herbst 1933 wollten Walter Benjamin und Bertolt Brecht einen Kriminalroman schreiben. Steffen Thiemann hat den in Brechts Nachlass überlieferten Plot in Holz geschnitten und zusammen mit Notizen von Benjamin als die Graphic Novel Mord im Fahrstuhlschacht veröffentlicht. Im Interview spricht er darüber, wie man in alten Texten neue Bilder entdeckt und warum ihm die Krimiautoren Brecht und Benjamin sympathisch sind.

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25.10.2017, 17 Uhr

Entdeckung nach fünfzig Jahren – Das Archiv von Manfred Karge ist erschlossen

Bühnenbildskizze von Karl von Appen zu Bertolt Brechts Der Brotladen, 1967

Unerwartete Funde im Archiv sind Glücksmomente der Archivarbeit. Eine überraschende Entdeckung wurde nun im Archiv des Schauspielers, Theaterregisseurs, Bühnenautors und Übersetzers Manfred Karge gemacht. In der letzten Kiste der unerschlossenen Materialien fand sich zwischen verschiedenen Ausgaben von Theater heute versteckt, eine 50 Jahre alte Mappe mit Zeichnungen des Bühnenbildners Karl von Appen zu Brechts Der Brotladen, inszeniert von Manfred Karge und Matthias Langhoff 1967 im Berliner Ensemble.

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20.10.2017, 17 Uhr

70 Jahre Komische Oper – Inszenierungen von Walter Felsenstein im Kino Babylon

Walter Felsenstein während des Musiktheaterseminars des Verbandes der Theaterschaffenden der DDR in der Komischen Oper, Berlin 1973

Walter Felsenstein schrieb mit seinen Inszenierungen Operngeschichte. Sein Werk und sein Wirken sind durch seinen schriftlichen Nachlass dokumentiert, der im Archiv der Akademie der Künste, Berlin aufbewahrt wird. Einen visuellen Eindruck einiger seiner Arbeiten vermittelt eine DVD-Edition, von der sechs Produktionen ab Dezember 2017 im Kino Babylon in Berlin zu sehen sein werden.

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16.10.2017, 10 Uhr

Butt mit Stäbchen. Zum 90. Geburtstag von Günter Grass

Postkarte von Günter Grass an Hans Altenhein, 20.3.1978

Am 16. Oktober 2017 wäre Günter Grass 90 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass wird vielfältig an Leben und Werk des Nobelpreisträgers erinnert – im Literaturarchiv der Akademie der Künste durch eine Postkarte von Günter Grass an Hans Altenhein, den langjährigen Geschäftsführer des Luchterhand Verlags.

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28.9.2017, 10 Uhr

Hermann Scherchens Zeitschrift Gravesaner Blätter erstmals online

Gravesaner Blätter, Titelblatt von Heft 9, III. Jg., Juli 1957

Die Akademie der Künste hat die von dem Dirigenten Hermann Scherchen gegründete und herausgegebene Musikzeitschrift Gravesaner Blätter online gestellt. Die Zeitschrift, die nur in wenigen Bibliotheken vollständig vorliegt, stellt eine wichtige Quelle zur internationalen Diskussion der Musik in den 1950er und 1960er Jahren dar und ist nunmehr über die Archivdatenbank der Akademie der Künste allgemein zugänglich.

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6.9.2017, 10 Uhr

Das Treffen am Bannwaldsee – Vor 70 Jahren tagte erstmals die Gruppe 47

Brief von Radio München an Hans Werner Richter, 6. November 1947

Die Gruppe 47, die wichtigste literarische Vereinigung Westdeutschlands, entstand im September 1947 aus einem privaten Treffen befreundeter Autoren und Autorinnen. Der Rundfunk berichtete nicht darüber – ein Brief vom November 1947 im Archiv der Akademie der Künste verrät warum.

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1.9.2017, 16 Uhr

Angewandte Theaterwissenschaft im Archiv Darstellende Kunst: Der Vorlass von Andrzej Tadeusz Wirth wird erschlossen

Andrzej Tadeusz Wirth, Berlin 2016

Im Frühjahr 2017 konnte das Archiv Darstellende Kunst den Vorlass des polnischen Theaterwissenschaftlers und -kritikers Andrzej Tadeusz Wirth übernehmen. Das Archiv des bedeutenden Vordenkers des postdramatischen Theaters, der im April seinen 90. Geburtstag feierte, wird nun erschlossen und der Öffentlichkeit zu Studien- und Forschungszwecken zur Verfügung gestellt.

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15.8.2017, 12 Uhr

100 Jahre Malik-Verlag – Zeugnisse der Verlagsgeschichte im John-Heartfield-Haus in Waldsieversdorf

Frontcover des Kataloges anlässlich des 50 jährigen Jubiläums
des Malik-Verlages 1966

Er war der führende Verlag der Weimarer Republik für progressive Literatur, ein Sprachrohr der linken Künstlerszene. Seine innovative Form der Buchgestaltung erregte Aufsehen und fand viele Nachahmer. Am 1. März 2017 wäre der Malik-Verlag 100 Jahre alt geworden.

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