Sektion

Die Sektion Film- und Medienkunst als sechste Sektion der Akademie der Künste konstituierte sich 1984 und nahm 1985 unter der Leitung von Peter Lilienthal und Eberhard Fechner ihre Arbeit auf. Ihre Mitglieder sind Regisseur*innen, Kameraleute und Drehbuchautoren für Spiel- und Dokumentarfilme in Film und Fernsehen sowie Fotograf*innen, Hörspielautoren, Medienkünstler, Filmhistoriker und Filmwissenschaftler. Neue Mitglieder werden auf Vorschlag der Sektion vom Plenum der Mitgliederversammlungen gewählt.

Mitglieder

Rosa von Praunheim ist seit 2015 Direktor der Sektion; Jutta Brückner seit Mai 2015 Stellvertretende Direktorin.

Die Direktoren der letzten Jahre waren Jutta Brückner (2009-2015), Hans Helmut Prinzler (2000-2009), Volker Koepp (1997-2000), Erwin Leiser (1996), Peter Lilienthal (1984-1996). Stellvertretende Direktoren waren Jeanine Meerapfel (2012-2015), Hans Helmut Prinzler (2009-2012), Jutta Brückner (2003-2009), Volker Koepp (2000-2003), Hans Helmut Prinzler (1997-2000), Heiner Carow (1996), Reinhard Hauff (1992-1996), Eberhard Fechner (1984-1992).

Veranstaltungshinweise

Film und Gespräch

Film

Do., 16. Juni

In eine fremde Welt

„Palestine in the South“ / „Street Shadows“

19.00 Uhr, Hanseatenweg
Studio  

„Palestine in the South“ von Ana Maria Hurtado, Chile 2011, 52 Min., OmeU
„Street Shadows“ von David Fisher, Israel 2015, 50 Min., OmeU

Dokumentarfilme; anschließend Gespräch mit David Fisher (in englischer Sprache)
€ 6/4


Film und Gespräch

Film

Fr., 17. Juni

In eine fremde Welt

„The Struma“

19.00 Uhr, Hanseatenweg
Studio  

Dokumentarfilm von Simcha Jacobovici, Canada 2001, 90 Min. Engl. OV.
Einführung: Wolfgang Benz.
€ 6/4


Film und Gespräch

Film

Sa., 18. Juni

In eine fremde Welt

„Into the Arms of Strangers“ („Kindertransport“)

19.00 Uhr, Hanseatenweg
Studio  

Dokumentarfilm von Mark Jonathan Harris, USA 2000, 113 Min., OmdU
Anschließend Gespräch mit Olga Grjasnowa und Jeanine Meerapfel (in deutscher Sprache)
€ 6/4


Schwerpunkte

Schwerpunkt der Arbeit der Sektion ist die Beschäftigung mit dem gegenwärtigen Stand und der Zukunft der Medienkultur. Die Sektion beschäftigt sich in Einzelveranstaltungen und Reihen mit medialen Kunstwerken, deren gedanklichem Umfeld und gesellschaftlich-politischen Kontexten und begreift sich als Ort der Begegnung zwischen den medialen Künsten und anderen Bereichen des wissenschaftlichen Nachdenkens.

Veranstaltungen

Die Sektion veranstaltet Filmvorführungen, Gespräche, Diskussionsforen, Vorträge, Workshops, Kolloquien und Ausstellungen.

In der Reihe „Mitglieder stellen vor“ präsentieren Mitglieder ihre Werke oder die anderer Künstler, die ihnen wichtig sind. In Filmgesprächen werden aktuelle Themen aus dem Umfeld der Medienästhetik diskutiert. Dabei verfolgt die Sektion eine grundlegende Frage in Einzelveranstaltungen, wie die nach der Erzählung.

In mehrtägigen Schwerpunktveranstaltungen werden komplexe Fragen beleuchtet, wie die nach dem  digitalen Wandel in den Medien, oder es kommen Probleme zur Sprache, die in der öffentlichen Debatte vernachlässigt werden.

Darüber hinaus beteiligt sich die Sektion mit eigenen Beiträgen an den Programmen der Akademie-Themenschwerpunkte. Dies waren in der Vergangenheit die Projekte „Kunst und Revolte“ (2008, 2009, 2012), „Blickwechsel“ (2011),  „Schwindel der Wirklichkeit“ (2014) und „Kunst für alle“ (2015). Ferner beteiligt sie sich am Programm der JUNGEN AKADEMIE.

Kleiner Rückblick

Viele Jahre veranstaltete die Sektion die Woche des Hörspiels und PLOPP, den Wettbewerb unabhängiger Hörkunst, sowie zuletzt „Radio Zukunft – Tage der Audiokunst“ (2013). Die Europäische Sommerakademie - Film und Medien unter der Leitung von Peter Lilienthal (1990-1995) hat einen bis heute bleibenden Eindruck bei einer ganzen Generation von Filmschaffenden hinterlassen. Von Eberhard Fechner ging bereits 1985 die Initiative zu der Schaffung einer „Deutschen Mediathek“, einem öffentlich zugänglichen Rundfunkmuseum, aus.

Darüber hinaus organisierte die Sektion Ausstellungen mit Fotografien von Josef Koudelka (1988), Ellen Auerbach (1998), Lars Tjunbörk (2002) und Sibylle Bergemann (2006). Die von Harun Farocki und Antje Ehmann kuratierte Ausstellung „Kino wie noch nie“ (2007) machte den Ausstellungsraum zu einem Laboratorium des Kinos. Mit der Ausstellung „Bodenlos – Vilém Flusser und die Künste“ (2015/2016) wurden Zeugnisse aus dem Werk des heute wieder neu zu entdeckenden Philosophen präsentiert sowie Positionen von Künstler*innnen, die sich zu ihm in Beziehung setzen.

Mit Tagungen wie „Zukunft Kino“ (2008 und 2009) beschäftigte sich die Sektion explizit mit dem digitalen Wandel des Films, einem Aspekt, der darauffolgend alle Themen grundiert.

Ein gewichtiger Schwerpunkt widmete sich der weiblichen Seite des Films. Dieser war u. a. Gegenstand der Thementage „Fucking Feminists“ (2011), „Blicke, Körper, Macht – Frauen und Film“ (2012), „Wie haben Sie das gemacht? Frauen und Filme“ (2014) und innerhalb der zusammen mit dem Verband der deutschen Filmkritik organisierten Tagung „Es funktioniert! – Debatte über die Qualität im deutschen Film“ (2015).


Direktor der Sektion

Rosa von Praunheim, Direktor der Sektion Film- und Medienkunst, Akademie der Künste
Foto: Oliver Sechting

Rosa von Praunheim

Stellvertretende Direktorin

Jutta Brückner, Vize-Direktorin der Sektion Film- und Medienkunst, Akademie der Künste
Foto: Inge Zimmermann

Jutta Brückner

Neue Mitglieder

der Sektion Film- und Medienkunst seit 25. Mai 2013: Bob Dylan, Johann Feindt, Alexander Horwath, Judith Kaufmann, Thomas Schadt, Georg Seeßlen und Oliver Sturm.