Film- und Medienkunst

Die Sektion Film- und Medienkunst als sechste Sektion der Akademie der Künste konstituierte sich 1984 und nahm 1985 unter der Leitung von Peter Lilienthal und Eberhard Fechner ihre Arbeit auf. Ihre Mitglieder sind Regisseur*innen, Kameraleute und Drehbuchautoren für Spiel- und Dokumentarfilme in Film und Fernsehen sowie Fotograf*innen, Hörspielautoren, Medienkünstler, Filmhistoriker und Filmwissenschaftler. Neue Mitglieder werden auf Vorschlag der Sektion vom Plenum der Mitgliederversammlungen gewählt.

Direktoren

Rosa von Praunheim ist seit 2015 Direktor der Sektion; Michael Ruetz ist seit Mai 2016 Stellvertretender Direktor.

Alle Mitglieder der Sektion

Rosa von Praunheim, Direktor

Rosa von Praunheim, Direktor

Michael Ruetz, Stellvertretender Direktor

Michael Ruetz, Stellvertretender Direktor

Die Direktoren der letzten Jahre waren Jutta Brückner (2009-2015), Hans Helmut Prinzler (2000-2009), Volker Koepp (1997-2000), Erwin Leiser (1996), Peter Lilienthal (1984-1996).

Stellvertretende Direktoren waren Jutta Brückner (2015-2016; 2003-2009), Jeanine Meerapfel (2012-2015), Hans Helmut Prinzler (2009-2012; 1997-2000), Volker Koepp (2000-2003), Heiner Carow (1996), Reinhard Hauff (1992-1996), Eberhard Fechner (1984-1992).

Schwerpunkte

Schwerpunkt der Arbeit der Sektion ist die Beschäftigung mit dem gegenwärtigen Stand und der Zukunft der Medienkultur. Die Sektion beschäftigt sich in Einzelveranstaltungen und Reihen mit medialen Kunstwerken, deren gedanklichem Umfeld und gesellschaftlich-politischen Kontexten und begreift sich als Ort der Begegnung zwischen den medialen Künsten und anderen Bereichen des wissenschaftlichen Nachdenkens.

Veranstaltungen

Die Sektion veranstaltet Filmvorführungen, Gespräche, Diskussionsforen, Vorträge, Workshops, Kolloquien und Ausstellungen.

In der Reihe „Mitglieder stellen vor“ präsentieren Mitglieder ihre Werke oder die anderer Künstler, die ihnen wichtig sind. In der Reihe „Filmgespräche“ werden aktuelle Themen aus dem Umfeld der Medienästhetik diskutiert. Dabei verfolgt die Sektion grundlegende Fragen in Einzelveranstaltungen, wie die nach der Erzählung.

In mehrtägigen Schwerpunktveranstaltungen werden komplexe Fragen beleuchtet, wie die nach dem  digitalen Wandel in den Medien, oder es kommen Probleme zur Sprache, die in der öffentlichen Debatte vernachlässigt werden.

Darüber hinaus beteiligt sich die Sektion mit eigenen Beiträgen an den Programmen der Akademie-Themenschwerpunkte. Dies waren in der Vergangenheit die Projekte „Kunst und Revolte“ (2008, 2009, 2012), „Blickwechsel“ (2011), „Schwindel der Wirklichkeit“ (2014) und „Kunst für alle“ (2015). Ferner beteiligt sie sich am Programm der JUNGEN AKADEMIE.

Kleiner Rückblick

Viele Jahre veranstaltete die Sektion die Woche des Hörspiels und PLOPP, den Wettbewerb unabhängiger Hörkunst, sowie zuletzt „Radio Zukunft – Tage der Audiokunst“ (2013). Die Europäische Sommerakademie - Film und Medien unter der Leitung von Peter Lilienthal (1990-1995) hat einen bis heute bleibenden Eindruck bei einer ganzen Generation von Filmschaffenden hinterlassen. Von Eberhard Fechner ging bereits 1985 die Initiative zu der Schaffung einer „Deutschen Mediathek“, einem öffentlich zugänglichen Rundfunkmuseum, aus.

Darüber hinaus organisierte die Sektion Ausstellungen mit Fotografien von Josef Koudelka (1988), Ellen Auerbach (1998), Lars Tjunbörk (2002) und Sibylle Bergemann (2006). Die von Harun Farocki und Antje Ehmann kuratierte Ausstellung „Kino wie noch nie“ (2007) machte den Ausstellungsraum zu einem Laboratorium des Kinos. Mit der Ausstellung „Bodenlos – Vilém Flusser und die Künste“ (2015/2016) wurden Zeugnisse aus dem Werk des heute wieder neu zu entdeckenden Philosophen präsentiert sowie Positionen von Künstler*innnen, die sich zu ihm in Beziehung setzen.

Mit Tagungen wie „Zukunft Kino“ (2008 und 2009) beschäftigte sich die Sektion explizit mit dem digitalen Wandel des Films, einem Aspekt, der darauffolgend alle Themen grundiert.

Ein gewichtiger Schwerpunkt widmete sich der weiblichen Seite des Films. Dieser war u. a. Gegenstand der Thementage „Fucking Feminists“ (2011), „Blicke, Körper, Macht – Frauen und Film“ (2012), „Wie haben Sie das gemacht? Frauen und Filme“ (2014) und innerhalb der zusammen mit dem Verband der deutschen Filmkritik organisierten Tagung „Es funktioniert! – Debatte über die Qualität im deutschen Film“ (2015).