Berlin-Stipendium 2018 — Baukunst

Alicia Hernanz

1988 geboren in Madrid, Spanien

2006–2013 ETSAM School of Architecture, UPM Polytechnische Universität von Madrid

(BArch, March)

2009–2010 Technische Universiteit Eindhoven, Niederlande

Erasmusstipendium

// Stipendien und Auszeichnungen

2018

Stipendium, Akademie der Künste, Berlin

2016

1. Platz, Europan-Wettbewerb: The Adaptable City 2: Osurbia | Redefining Suburbia (Os, Norwegen)

// Ausstellungen

2017 COCA 2017:

International Exhibition of Architecture Collectives – Madrid

In der Ausstellung waren Arbeiten von 15 jungen Architekten zu sehen, deren Entwurfsansatz andere, alternative Formen der architektonischen Kommunikation beinhaltet, z.B. soziale Vermittlung, Top-down- versus Bottom-up-Prozesse, Interdisziplinarität und das Netzwerken.

In dieser Ausstellung wird der Prozess, der beim Projekt der El Jicarito School stattgefunden hat, präsentiert. Dabei betrachtete man den Standort als charakteristisches Element, das den Dreh- und Angelpunkt des Entwurfsprozesses darstellt, und erarbeitete sieben Kategorien samt zugehörigen Kartografien, die darauf abzielten, das Projekt durch seine vielen verschiedenen Akteure und Handlungen freizulegen: der Standort als physischer Zustand, der ökonomische Zustand, Vermittlungsaktion, Sozialpolitik, Programm, Produktion und technisches Wissen.

// Arbeiten (Auswahl)

2015–2017

El Jicarito School – eine innovative, kostengünstige Schule, die für eine ländliche Gemeinde in Nicaragua mit lokalen Baustoffen entworfen wurde und eine Gruppe von Architekten, Freiwilligen und eine ganze regionale Gemeinde in einem kollaborativen Entwurfsprozess und unter Einsatz kollaborativer Baumethoden zusammenbrachte

Zusammen mit der lokalen NGO Seeds of Learning entwarfen und errichteten wir eine Prototyp-Schule mit zwei Klassenzimmern für die Kindergartenkinder und die Grundschüler. Die Schule umfasst neben den zwei Klassenzimmern einen Mehrzweckraum und einen öffentlichen Platz/Spielplatz. Ziel war das Austesten neuer Baumethoden – beispielsweise Erdtaschen- oder Hyperlehmziegel –, wobei wir die komplexen internen Dynamiken der Gemeinden, in denen das Projekt umgesetzt wurde, berücksichtigten und mehr Teilhabe und eine nachhaltige Bauweise in dieser Gegend ermöglicht haben.

2015

Osurbia – Neugestaltung des Ortszentrums von Os in Norwegen. Erster Preis beim internationalen Wettbewerb Europan 13.

Die Kommune Os in Norwegen sieht sich einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte gegenüber: Wie kann sie zu einem neuen regionalen und städtischen Zentrum werden und dabei ihre Identität wahren, die sich hauptsächlich durch ihren suburbanen Charakter auszeichnet?

Unser Vorschlag für diesen Wettbewerb machte sich für die Idee stark, diese Identität zu wahren und zu verstärken, während er eine neue Definition des Konzepts „Suburbia" im Kontext eines neuen Szenarios verteidigte, bei dem die ursprüngliche Bedeutung nicht länger Gültigkeit hat. Das vorherzusehende Bevölkerungswachstum und der Bau von neuer Infrastruktur in der Region, gepaart mit der Anforderung, unsere Städte nachhaltiger zu gestalten, erzwingt das Erkunden neuer technischer und sozioökonomischer Entwicklungsformen. Durch unseren Vorschlag versuchten wir eine Antwort auf diese neu aufgetauchten Bedingungen zu geben, indem wir eine Verschiebung von „SUBURBIA" zu „OSURBIA" vorschlugen.

2017

Markt von Torrelavega – Neukonzeption und Renovation eines Viehmarkts in Kantabrien, Spanien. Einreichung für den internationalen Wettbewerb Europan 14.

Unser Vorschlag für diesen Wettbewerb identifizierte das Bedürfnis, die Art der Grenzen zwischen der Stadt und ihren Produktionsaktivitäten zu erforschen. Ziel war es, die Beziehung zwischen diesen Aktivitäten und dem urbanen und sozialen Gefüge, das sie in jeder Situation hervorbringen, zu verstehen. Durch diesen Prozess versuchten wir die Charakteristika auszumachen, die eine dynamische, aktive, gut vernetzte und kreative Stadt bedingen, und wendeten sie auf die spezifische Situation in Torrelavega an.