Lange Nächte

30 Jahre Villa Grassimo
Lange Nacht

23.09.2016

Begrüßung Kathrin Röggla

Reinhard Jirgl, Volker Kaminski und Jörg Feßmann (v.l.n.r.)

David Wagner und Julia Franck

Ralph Hammerthaler und Hannah Dübgen

Peter Wawerzinek (links) und Thilo Bock

Tom Schulz und Kathrin Schmidt

Julia Kissina und Senthuran Varatharajah

Ulla Lenze

Musik von Beatbande

Zusammensein und Tanz

Seit 30 Jahren vergeben die Akademie der Künste und die Berliner Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten das Alfred-Döblin-Stipendium. Über 250 Berliner Autorinnen und Autoren arbeiteten seither im von Günter Grass gestifteten Alfred-Döblin-Haus in Wewelsfleth, auch Villa Grassimo genannt. Zum Jubiläum erschien ein von Peter Wawerzinek und Thilo Bock verfasstes Buch voller Geistergeschichten über die langjährige Haushälterin und gute Seele des Hauses Hannelore Keyn.

Eine Nacht mit Peter Wawerzinek, Thilo Bock, Julia Franck, Reinhard Jirgl, Tom Schulz, Ralph Hammerthaler, Julia Kissina, Konstantin Ames, Hannah Dübgen, Ulla Lenze, David Wagner, Kathrin Schmidt und Volker Kaminski sowie Live-Musik der Band Beatbande.

Programmflyer

Peter-Weiss-Nacht

30.04.2016

Begrüßung Jeanine Meerapfel

Einführung Ulrich Peltzer

Gespräch zwischen Gunilla Palmstierna-Weiss und Florian Wüst

Gespräch mit Hans-Werner Kroesinger, Kathrin Röggla, Karlheinz Braun, Jochen Gerz und Jörg Magenau (v.l.n.r.)

Gespräch mit Ingo Schulze und Volker Braun (r.)

Lesung mit Hanns Zischler

Musikalische Improviation von Floros Floridis und Conny Bauer (r.)

Gunilla Palmstierna-Weiss

Hörstation

„Für mich waren die Ausdrucksmittel nie an eine einzige Kategorie gebunden. Von Anfang an war ich nicht Dichter oder Maler sondern immer alles…“, schrieb Peter Weiss (1916–82) in seinen Notizbüchern. Nicht nur, dass Wort, Bild und Film im einzelnen Werk bei ihm untrennbar miteinander verbunden sind, auch in den jeweiligen Gattungen selbst schuf er ein großes Werk: als Maler, Filmemacher, Theaterautor und Schriftsteller. Mit seinen dokumentarischen, politischen Dramen „Marat/Sade“, „Die Ermittlung“, „Viet Nam Diskurs“ erreichte er weltweiten Erfolg. Sein literarisches Meisterwerk „Die Ästhetik des Widerstands“ hat Generationen von Autoren und Studenten in West und Ost geprägt und die Frage von Ästhetik und Politik neu gefasst. Den 100. Geburtstag von Peter Weiss nahmen Künstler, Kritiker und Weggefährten zum Anlass, an sein Werk zu erinnern und es neu zu befragen.
Die Lange Nacht mit Lesungen, Gesprächen, Ausschnitten aus Filmen und Aufführungen sowie Musik beschloss die Frühjahrs-Mitgliederversammlung der Akademie. Mit Volker Braun, Jörg Magenau, Gunilla Palmstierna-Weiss, Ulrich Peltzer, Kathrin Röggla, Ingo Schulze, Florian Wüst, Hanns Zischler, Hans-Werner Kroesinger, Floros Floridis, Conny Bauer u. a.

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Döblin-Nacht

13.05.2007

Lena Stolze und Jürgen Tarrach lesen Glossen von Linke Poot (d. i. Alfred Döblin)

Stephan Döblin

Ingo Schulze, Günter Grass und Reinhard Jirgl (v.l.n.r.) lesen Döblin

„Ich habe einen Bahnhof in mir; von dem gehen viele Züge aus" (Döblin). Günter Grass und Wilfried F. Schoeller (v.l.)

Lena Stolze, Hans Peter Hallwachs und Cornelia Froboess (v.l.n.r.) lesen aus autobiographischen Schriften, Briefe und aus „November 1918"

Lena Stolze, Jürgen Tarrach und Cornelia Froboess (v.l.) lesen aus „Die Ermordung einer Butterblume", „Berge Meer und Giganten" und „November 1918"

Michael Kumpfmüller, Katja Lange-Müller und Uwe Timm (v.l.n.r.) lesen Döblin

Robyn Schulkowsky, Schlagzeug

„Pflegen Sie Ihren Futurismus! Ich pflege meinen Döblinismus!", polemisierte Alfred Döblin 1913 gegen Marinetti. Döblin ist einer der großen Klassiker der deutschsprachigen Moderne. Er war einer der vielseitigsten Erfinder von Erzählwelten, war Journalist, Programmatiker, Visionär, Satiriker, streitbarer Zeitzeuge und lebenslanger Sinnsucher. Mit Werken wie „Die drei Sprünge des Wang-lun" oder „Berge Meere und Giganten" weitete er die Grenzen des Erzählens aus. „Berlin Alexanderplatz", der Roman, der die Gattung des deutschen Großstadtromans 1929 etablierte, sorgte endgültig für Weltruhm. „Wer sich selbst genügt, sei vor Döblin gewarnt!", schrieb Günter Grass und klagte, dass Döblin aus der Emigration nie ganz zurückgekehrt sei. Für viele Autoren der Gegenwartsliteratur ist er dagegen stilprägendes Vorbild.

Anlässlich des 50. Todestages erinnerte die Akademie der Künste, aus der Döblin 1933 im Zuge der Auseinandersetzung um die Gleichschaltung ausgetreten war, an ihr Mitglied. In einer Nacht sollte sein vielfältiges Werk druch Lesungen, Gespräche, Filme, Kompositionen gegenwärtig werden.

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Lange Künstlernacht
„Wir treten aus unseren Rollen heraus …“

09.10.2009

Begrüßung durch Klaus Staeck

„Unter einem Himmel aus Stahl" mit Christoph Hein, Thomas Rosenlöcher, Kerstin Hensel, Reinhard Jirgl, Antje Rávic Strubel, Volker Braun (v.l.n.r.)

Mein Text: Autoren im Gespräch. Helmut Böttiger (Moderator, links) mit Ingo Schulze und Ulrike Draesner

Mein Text: Autoren im Gespräch. Antje Rávic Strubel (links) und Brigitte Burmeister

Der 9. Oktober 89: Drei Stimmen. Ingo Schulze, Martin Jankowski, Christoph Links (Moderator) und Thomas Rosenlöcher (v.l.n.r.)

Der 9. Oktober 89: Drei Stimmen. Martin Jankowski

Der 9. Oktober 89: Drei Stimmen. Thomas Rosenlöcher

Der 9. Oktober 89: Drei Stimmen. Ingo Schulze

„…die Situation in unserem Land zwingt uns dazu.“
Die Bewegungskräfte der Künstler aus Ost und West haben in den 1980er Jahren aus ihrer Utopie Geschichte gemacht und zum friedlichen Aufstand 1989 in Dresden und Leipzig aufgerufen – der Drang nach einer Wiedervereinigung war nicht mehr zu stoppen.
Die Lange Künstlernacht widmet sich dieser Utopie und spürt der Atmosphäre der künstlerischen Kräfte aus den 1980er Jahren nach. In Lesungen, Gesprächen, Konzerten und Filmen treten die Akteure der friedlichen Revolution in den Dialog zwischen Ost und West, zwischen Jung und Alt.
Musik, Texte, Film, Gespräche von und mit Volker Braun, Reiner Bredemeyer, Gabriele Gerecke, Erhard Grosskopf, Christoph Hein, Thomas Heise, Kerstin Hensel, Nicolaus A. Huber, Thomas Irmer, Georg Kather, Volker Koepp, Wolfgang Kohlhaase, Luca Lombardi, Helke Misselwitz, Nicolaus Richter de Vroe, Thomas Rosenlöcher, Günther Rühle, Friedrich Schenker, Einar Schleef, Ingo Schulze, Andres Veiel, Martin Wuttke, u.a.

Veranstaltungen der Sektion Literatur:
19-20 Uhr  „Unter einem Himmel aus Stahl"
Es lasen Volker Braun, Christoph Hein, Kerstin Hensel, Reinhard Jirgl, Antje Rávic Strubel, Thomas Rosenlöcher

21.15 - 22.15 Uhr Mein Text: Autoren im Gespräch
Mit Brigitte Burmeister, Ulrike Draesner, Antje Rávic Strubel, Ingo Schulze

23.45 - 00.45 Uhr Der 9. Oktober 89: Drei Stimmen
Mit Martin Jankowski, Thomas Rosenlöcher und Ingo Schulze

1968. Nacht der Literatur

06.06.2008

Salute von Volker Braun

Günter Grass

Christa Wolf

Tanja Dückers

Uwe Timm

Übertragung der Lesungen in den Clubraum; hier Emine Sevgi Özdamar

Friedrich Dieckmann (links) und Gerald Zschorsch

Florian Havemann

Thomas Günther (links) und Friedrich Dieckmann

Jan Faktor

Peter Schneider

Raul Zelik (links) und Martin Lüdecke

Günter Grass und Christa Wolf

Ulrich Peltzer (links) und Martin Lüdke

Wolfgang Thierse und Günter Grass

Musikalische Intermezzi von Frank Wolff

„Worte - nichts als Worte. Doch was sonst tun?" (Peter Weiss: Die Notizbücher, Februar 1968)

Engagement, Politisierung, Gegenöffentlichkeit sind Stichworte, die man mit der Literatur um '68 verbindet. Was ist davon geblieben? Wie sah die Literatur in dieser Zeit aus? Welche Bedeutung hatte 1968 in der DDR? Wie kann der Begriff einer engagierten Literatur heute neu gedacht werden?
In Lesungen und Podiumsdiskussionen stellten sich Autoren verschiedener Generationen und Herkunft diesen Fragen. Moderiert wurde der Abend von Martin Lüdke.

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Lange Brecht Nacht

29.04.2006

„Bei Gott, ich wollte, man läse / Auf meinem Grabstein dereinst: hier ruht / B. B. REIN. SACHLICH. BÖSE“, schreibt Brecht als Vierundzwanzigjähriger.
Im Rahmen ihrer Frühjahrsmitgliederversammlung und gleichsam als Auftakt zum Brecht-Jahr fand am Sonnabend, 29. April 2006, eine "Lange Brecht Nacht"  in der Akademie der Künste am Pariser Platz statt.  Von 20 Uhr an bis nach Mitternacht wurde der Jahrhundertdichter mit Texten, Liedern, Kompositionen, Bildern, Filmen, Tonaufnahmen, Ausstellungsobjekten im ganzen Haus allgegenwärtig. Alleine 29 Akademiemitglieder waren am Programm beteiligt. Im gesamten Akademie-Gebäude waren Audio-Installationen und Video-Projektionen geplant. Auch die unvollendete Black Box im Keller des Neubaus konnte für die „Lange Brecht Nacht“ als Veranstaltungsort genutzt werden. Erstmals und nur für einen Abend wurden Teile der bedeutenden „Brecht-Sammlung Victor N. Cohen“ in einer Vitrinenschau präsentiert. Das Archiv der Akademie der Künste hatte kurz zuvor diesen spektakulären Fund erworben, der die bedeutendste Erweiterung des Brecht-Archivs seit seiner Einrichtung darstellte. Der Nachlass enthält ungedruckte Manuskripte, Notizen, Korrespondenz, Pässe, Scheckhefte, Verträge, Rechnungen und Fotos. Besonders bedeutend sind 120 unpublizierte Briefe von Brecht und 220 Briefe an Brecht, ferner zahlreiche Briefe an Helene Weigel. Die Unterlagen stammen aus der Zeit des amerikanischen und Schweizer Exils. Mitglieder der verschiedenen Sektionen lasen aus den Briefen.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste. Die Akademie dankt den Bertolt-Brecht-Erben und dem Suhrkamp Verlag. Technische Unterstützung durch Samsung

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