Uncertain States Theodor W. Adorno: „Europa nach der Emigration”

Ton- und Filmdokumente

„Europa nach der Emigration. Erfahrungen der Zurückgekehrten“ lautete der Titel eines Gesprächs, das der Hessische Rundfunk am 29. Januar 1958 ausstrahlte. Theodor W. Adorno und Erika Mann sprachen, unter der Leitung von Adolf Frisé, über ihre Rückkehr aus dem amerikanischen Exil: über heimatlich-trauliche Bilder und Erfahrungen im Nachkriegseuropa – auch über Rehbraten mit Rahmsoße und die Echos eines Pariser Trottoirs.

Lange Zeit war es verschollen: das Gespräch zwischen Adorno und Hans Otte, das am 4. Mai 1966 vor den Kameras von Radio Bremen stattfand. Es ist der wohl persönlichste Fernsehbeitrag von Adorno. Seine frühen musikalischen Prägungen, sein Unterricht bei Alban Berg – auch die „Angst vor Schönberg“ – und sein Komponieren kommen zur Sprache. Unlängst wurde die TV-Aufnahme im Archiv entdeckt: 50 Jahre später wird sie zum ersten Mal wieder öffentlich gezeigt.

Ausführliche Angaben:
Theodor W. Adorno, Erika Mann und Adolf Frisé (Gesprächsleiter): Europa nach der Emigration. Erfahrungen der Zurückgekehrten. Rundfunk-Gespräch 1957 (Hessischer Rundfunk, Sendung: 29.1,1958, 68’31’’)
Theodor W. Adorno und Hans Otte, Fernseh-Gespräch 1966 (Radio Bremen, Sendung: 18.3.1967, 28’26’’)

Am 6. Dezember, 19 Uhr: Konzert mit Lesung „Adorno. Kompositionen im Exil”

Dienstag, 6.12.2016

17 Uhr

Hanseatenweg

Halle 2

Gespräche:
Theodor W. Adorno, Erika Mann, Adolf Frisé, 1957;
Theodor W. Adorno, Hans Otte, 1966

In deutscher Sprache

Eintritt frei

Weitere Informationen

www.adk.de/uncertain-states

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