11.10.2017, 13 Uhr

Erzählpartnerschaft „Our Stories – Rewrite the Future“: Der dritte Workshop

Am 1. Oktober 2017 trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Our Stories – Rewrite the Future“ in der Akademie am Pariser Platz in einer großen Runde, um über den aktuellen Stand des Literaturprojekts zu sprechen. Nahezu alle Geflüchteten und Autoren waren da. Seit Beginn des Projekts im Februar 2017 sind Erzählpartner dazugekommen, neue Tandems wurden gebildet. Über die Zeit und durch die intensive persönliche Zusammenarbeit sind mittlerweile enge Kontakte entstanden, die Atmosphäre ist weiterhin dicht; es wurde viel gelacht, sich zugehört.

Die Initiatorin des Projekts, Larissa Boehning, über den dritten Workshop: 

Für alle Erzählpartner ist es immer wieder etwas Besonderes, an diesem Ort, in der Akademie der Künste, zu sein: In unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor auf dem Balkon zu stehen – die Kuppel des Reichstags, die Botschaften, das politische Berlin sozusagen im Blick.

Alle spüren, dass sich gesellschaftlich gerade etwas verschiebt. Im Wahrnehmen dieser Veränderung zeigte sich erneut die soziale und auch politische Dimension des Projektes: Dass es wichtiger denn je ist, dass wir uns als Menschen begegnen, dass wir uns unsere Geschichten erzählen, herausfinden, wer wir sind, wir alle, woher wir kommen, wohin wir gehen. Wir spüren den Grundfragen des Menschseins mit den Mitteln der Literatur nach, an den Umbrüchen der Gegenwart entlang.

 

Zum Projekt „Our Stories – Rewrite the Future“:

Bei dem Projekt finden sich junge Erwachsene, die auf ihrer Flucht nach Deutschland gekommen sind, mit den deutschsprachigen Autorinnen und Autoren Kerstin Hensel, Senthuran Varatharajah, Katerina Poladjan, Ralph Hammerthaler, Shida Bazyar und Larissa Boehning in Erzählpartnerschaften zusammen, um literarische Erzählungen zu entwickeln, die auf den Erfahrungen, Perspektiven und Berichten der Geflüchteten basieren. Nach dem Auftakttreffen im Dezember 2016 fand nach den Treffen im Februar und Juni 2017 nun der dritte gemeinsame Workshop statt.

Das Projekt wird gefördert vom Deutschen Literaturfonds.