Otto Bartning, um 1930. Fotograf unbekannt © Otto-Bartning-Archiv TU Darmstadt

Otto Bartning (1883–1959). Architekt einer sozialen Moderne

Ausstellung

Architekt, Inspirator und Organisator – Otto Bartning war eine außergewöhnlich vielschichtige Persönlichkeit. Er zählt zu den Protagonisten des Expressionismus sowie der Neuen Sachlichkeit in der Weimarer Republik. Später wichtiger Impulsgeber des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg, besonders als Berater der Stadt Berlin, vertrat er stets eine an menschlichen Bedürfnissen orientierte soziale Moderne. Er schuf qualitätsvolle Sozial- und Wohnbauten und gilt zudem als maßgeblicher Reformer des protestantischen Kirchenbaus. Mit seinem Entwurf der Sternkirche (1922) und der Stahlkirche (1928) schuf er Leitbauten. Gezeigt wird auch sein Notkirchenprogramm, in dem ab 1946 seriell vorgefertigte Typenkirchen in 43 Städten entstanden. Die Interbau 1957 in Berlin bildete einen weiteren Höhepunkt seines Lebenswerks. Das Oeuvre Bartnings und seine Vernetzungen in Kunst, Kultur und Politik werden erstmals in der umfassenden Retrospektive anhand von Zeichnungen, Fotografien und Architekturmodellen vorgestellt.

Eine Ausstellung der Akademie der Künste, Berlin, und der Wüstenrot Stiftung in Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie Karlsruhe, dem Institut Mathildenhöhe Darmstadt und der Technischen Universität Darmstadt, kuratiert von Dr. Sandra Wagner-Conzelmann.

22.7. — 22.10.

Städtische Galerie Karlsruhe
Lichthof 10
Lorenzstraße 27
76135 Karlsruhe

Mi – Fr 10 – 18 Uhr
Sa – So 11 – 18 Uhr

In deutscher Sprache

Weitere Informationen

www.adk.de/bartning