Fünf-Uhr-Tee: Das Drama mit dem Drama

Buchvorstellung und Diskussion

„Ihr Stück ist ja eher ein Theaterstück da fällt unseren Regisseuren nichts ein, da haben sie am Ende zu wenig zu tun“, hat neulich ein Theaterintendant zu Moritz Rinke gesagt. Der 44-jährige Berliner Dramatiker und Romancier verwehrt sich gegen die Zumutung, dass neue Theatertexte an vielen Häusern nur als pressewirksame Uraufführungen oder in postdramatischen Projekten vorkommen. 
Im transcript Verlag ist unter dem Titel „Das Drama nach dem Drama“ jetzt ein Band erschienen, der einen Überblick über Schreibweisen für Theater nach 1945 gibt, die Frage stellt, wie ideologisch das ent-literarisierte Theater ist und zu einer Neudefinition des Dramatischen aufruft.

Moritz Rinke, dessen neues Stück „Wir lieben und wissen nichts“ im Dezember am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt wird, spricht darüber mit der Regisseurin Jorinde Dröse vom Gorki Theater und dem Dramaturgen Michael Börgerding, der in den letzten Jahren Direktor der Theaterakademie Hamburg war und in der nächsten Spielzeit die Generalintendanz des Theaters Bremen übernimmt. Moderation: Petra Kohse

Artur Pełka, Stefan Tigges (Hg.): „Das Drama nach dem Drama. Verwandlungen dramatischer Formen in Deutschland seit 1945“, transcript Verlag, Bielefeld 2011

Sonntag, 22.4.2012

17 Uhr

Pariser Platz

Clubraum

Michael Börgerding, Jorinde Dröse und Moritz Rinke im Gespräch. Moderation: Petra Kohse.
€ 5/3