Erinnerungen an Jürgen Gosch Die einzige Zeit, die mich interessiert, ist die Zeit des Theaters.

Gespräch

Gespräche mit Friedrich Dieckmann, Jürgen Flimm, Corinna Harfouch, Jürgen Holtz, Alexander Khuon, Kathleen Morgeneyer, Roland Schimmelpfennig, Johannes Schütz, Klaus Völker und Jutta Wachowiak im Rahmen von Erinnerungen an Jürgen Gosch. Moderation: Barbara Burckhardt.

„Wenn es einem gelingen würde, eine Aufführung von Beckett zu machen, die der Skandal sein könnte, der Beckett eigentlich ist, wäre das ein unglaublicher Sieg." Das Theater von Jürgen Gosch (1943–2009) handelt davon, was geschieht, wenn Menschen auf Menschen treffen. In Cottbus geboren, erst Schauspieler, dann Regisseur, arbeitete er nach dem Eklat um seine Leonce und Lena-Inszenierung an der Volksbühne 1978 vermehrt im Westen, verließ 1984 endgültig die DDR und wurde einer der wichtigsten Theatermacher der letzten Jahrzehnte. „Von dieser Welt denke ich, sie ist das einzige, was mir zur Verfügung steht, um den Texten zu begegnen. Und von dieser Welt muss sich was abdrücken in den Inszenierungen", so Gosch einmal über das Motiv seiner Arbeit und den immer wieder neuen Versuch, gemeinsam mit den Schauspielern zum Existentiellen eines Textes zu gelangen. Bis heute werden seine Tschechow-Inszenierungen Onkel Wanja und Die Möwe am Deutschen Theater Berlin gespielt.

Neun Jahre nach seinem Tod widmen sich die Akademie und Koberstein Film Erinnerungen an Jürgen Gosch. Ein Film mit unveröffentlichten Aufnahmen dokumentiert die Proben seiner letzten Regiearbeiten. Marcel Kohler gestaltet mit Studierenden der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch einen Theaterabend nach Motiven von Goschs Ödipus-Inszenierung von 1984. Künstlerische Mitstreiter erinnern sich und sprechen über die Notwendigkeit eines Theaters, wie Jürgen Gosch es riskierte.

Ein Projekt von Akademie der Künste und Koberstein Film in Zusammenarbeit mit Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Deutsches Theater und Goethe-Institut. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Im Anschluss: 

20.30 Uhr: GOSCH. Dokumentarfilm von Grete Jentzen, Lars Barthel,
D 2018, Koberstein Film
Mit u. a. Corinna Harfouch, Meike Droste, Christian Grashof, Jens Harzer, Alexander Khuon, Bernd Stempel, Ulrich Matthes, Hermann Beyer, Michael Gwisdek, Marcel Kohler und Jürgen Gosch

22 Uhr: Filmgespräch mit Lars Barthel, Constanze Becker, Meike Droste, Christian Grashof, Corinna Harfouch, Jens Harzer, Grete Jentzen, Alexander Khuon, Ulrich Matthes u. a. 
Moderation: Ulrich Seidler

 

Weitere Veranstaltungen:
Freitag, 28.9., 18 Uhr
Freitag, 28.9., 20 Uhr
Sonntag, 30.9., 11 Uhr

Gesamtprogramm

Samstag, 29.9.2018

18 Uhr

Hanseatenweg

Studiofoyer

Gespräche mit Friedrich Dieckmann, Jürgen Flimm, Corinna Harfouch, Jürgen Holtz, Alexander Khuon, Kathleen Morgeneyer, Roland Schimmelpfennig, Johannes Schütz, Klaus Völker, Jutta Wachowiak

Moderation: Barbara Burckhardt

In deutscher Sprache

Eintritt frei

Kartenreservierung

Tel.: (030) 200 57-1000
E-Mail: ticket@adk.de
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