Koloniales Erbe. Ayrson Heráclito: O Sacudimento da Casa da Torre und O Sacudimento da Maison des Esclaves em Gorée

Ausstellung

„Die beiden Performances waren ursprünglich als Diptychon gedacht, und es freut mich, dass diese Dopplung des performativen Aktes auf beiden Seiten des Atlantiks als Ausdruck der Intervention in zwei bedeutende architektonische Monumente interpretiert wird. Im Fall des Casa da Torre (oder Garcia D’Ávila Schloss) steht diese in Verbindung mit dem alten portugiesischen Kolonialsystem in Bahia und im Fall des Maison des Esclaves (Sklavenhaus) auf der Insel Gorée mit dem Sklavenhandel zwischen Afrika und der Neuen Welt. Bei der Konzeption der Performances habe ich mich gefragt, wie ich die Sklaverei und die koloniale Vergangenheit kritisch aufbereiten kann, um ein Licht auf die historischen und gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen an beiden Küsten des Atlantiks zu werfen. Mit anderen Worten: Was sind die anhaltenden Folgen der Kolonisation und der Sklaverei sowohl für Afrika, als auch für Brasilien? Dabei war es mir wichtig, diese Fragestellung künstlerisch als Performance sowie durch Film und Fotografie aufzugreifen und auch umzusetzen.“ – Ayrson Héraclito

Ayrson Heráclito, geboren 1968 in Macaúbas, Bahia, Brasilien, lebt und arbeitet als visueller Künstler, Kurator und Professor in Cachoeira und Salvador, Brasilien.

26. — 31.1.2018

Pariser Platz

Blackbox

Videoinstallationen

Täglich 11 – 19 Uhr

Eintritt frei

Weitere Informationen

www.adk.de/koloniales-erbe