Hoochie Koochie X Bauhaus Trajal Harrell Ensemble. Foto © Max Colson

100 Jahre Bauhaus Bauhaus Club 2.019: Hyper.Culture

Konzerte, Performances, Ausstellung, Interventionen, DJ-Sets

Ein Bauhaus-Fest für das 21. Jahrhundert: der amerikanische Choreograph Trajal Harrell, Mykki Blanco, FAKA, Aïsha Devi feat. Tianzhuo Chen und eine Vielzahl weiterer Künstler aus unterschiedlichen Teilen der Welt feiern die ästhetische und kulturelle Pluralität der Gegenwart - Party, Performance und eine vielfache Formen durchlaufende soziale Skulptur.

Bauhaus Club 2.019: Hyper.Culture spiegelt die Tradition der frühen Bauhaus-Feste, bei denen Architekten, Bildende Künstler, Theatermacher und Visionäre zusammenkamen und in einen kreativen Austausch traten. Neben Konzerten der Bauhaus-Band fanden sich im Rahmen dieser Veranstaltungen vor allem auch Elemente performativer Kunst (Tanz, Marionettentheater, Sketche, etc.).

Der interdisziplinäre Ansatz der Bauhaus-Feste findet in der Deutschlandpremiere der performativen Installation „Hoochie Koochie X Bauhaus" des US-amerikanischen Choreographen und Tänzers Trajal Harrell Ausdruck. Harrells Perspektive als Choreograph verbindet sich immer mit Elementen von Mode, Musik und Bildender Kunst. Darüber hinaus reflektieren bei „Hoochie Koochie X Bauhaus" die simultan in unterschiedlichen Räumen stattfindenden choreographischen Fragmente eine Reihe unterschiedlicher Tanzformen. Vom japanischen Butoh-Tanz, postmodernem und modernem Tanz, klassischem griechischen Tanz, erotischem Tanz, bis zur Voguing-Kultur des New Yorker Undergrounds der 60er Jahre. Während im unteren Bereich der Akademie der Künste Konzerte und Performances stattfinden, bespielt Harrell mit seinen Tänzern das obere Stockwerk. Als performative Installation dauert „Hoochie Koochie × Bauhaus" bis in die frühen Morgenstunden an. Auch das Musikprogramm präsentiert sich vielgestaltig:
Als Queer Ikone hat der Performance-Künstler Mykki Blanco die Vorzeichen von HipHop radikal auf den Kopf gestellt. Im Rahmen von „Bauhaus 2.019: Hyper.Culture" prasentiert das Enfant Terrible queerer Pop-Kultur nun eine eigens entwickelte Show, bei der er erstmals neue und unveröffentlichte Songs sowie ein neues Bauhaus-Manifest für das 21. Jahrhundert vorstellen wird! Als Hybrid aus Konzert und Video Art präsentiert sich „Light Luxury" – eine Zusammenarbeit der Genfer Künstlerin Aisha Devi mit dem zwischen Shanghai und Beijing beheimateten bildenden Künstler Tianzhuo Chen. Inspiriert von der Formensprache der frühen Bauhaus-Feste entwickelt der chinesische Künstler im Rahmen von „Light Luxury" eine Lichtskulptur und eine neue Videoarbeit. Für die Clubnacht in der Akademie der Künste entwickelt das queere Kollektiv FAKA aus Johannesburg eine spezielle Aufführung mit musikalischen und performativen Elementen, die die Bauhaus-Ideen aus einer südafrikanischen Perspektive befragt. Die Nacht wird eingeläutet von DJ Bigger, der FAKA im letzten Jahr auf Ihrer Europa-Tour begleitet hat, und in seinem Set den südafrikanischen Underground-Clubsound Gqom präsentieren wird. Schließlich versetzt die in den USA lebende, im Mittleren Osten verwurzelte, DJ Haram die Clubräume der Akademie der Künste bis tief in die Nacht in Schwingungen.

Bauhaus Club 2.019 Hyper.Culture – come, celebrate with us!

 


Programm

Studio
21 Uhr Aisha Devi feat. Tianzhuo Chen „Light Luxury"
Weltpremiere

Halle 1
22 Uhr Trajal Harell Ensemble: „Hoochie Koochie × Bauhaus"
Deutsche Erstaufführung
Choreographie: Trajal Harrell
Commissioned by Barbican Centre Visual Art Gallery, London, 2017

Foyer
Performative Interventionen von Tara Pandeya, Corey Scott-Gilbert, Torsten Blume & Asuka Kawabata
„Graphic Plastic Cosmic – Pantomime in Glass"

Studio
23 Uhr Mykki Blanco × Bauhaus
Special concert
Bauhaus-Kostüme: Susanne Stehle

Clubräume
0 Uhr DJ Bigger
1 Uhr FAKA „The Bauhaus of FAKA"
2 Uhr DJ HARAM

Kuratiert von Tobias Staab, Licht: Michael Singer
Eine Produktion von 100 Jahre bauhaus. Das Eröffnungsfestival, Aïsha Devi feat. Tianzhuo Chen in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Bochum. Die Open-stage Präsentation wird unterstützt vom Goethe-Institut Tokyo.

Samstag, 19.1.

21 Uhr

Hanseatenweg

Halle 1, Foyer, Clubräume

€ 30/20 (Club & Konzerte) /
€ 15 (ohne Konzerte)

ab 18 Jahre

Open end