Mitglieder stellen vor Wim Wenders Film »Invisible Crimes«

Filmvorführung, Vortrag und Diskussion
Der dokumentarische Gemeinschaftsfilm »Los Invisibiles« entstand auf Initiative der spanischen Sektion von »Ärzte ohne Grenzen«. Fünf international renommierte Regisseure wurden mit einem filmischen Beitrag für das Projekt beauftragt, das den »Unsichtbaren Krankheiten« eine größere Plattform geben sollte, also jenen medizinischen Problemen und auch Krisengebieten, die in der Weltöffentlichkeit weniger wahrgenommen werden und nur selten medial in Erscheinung treten. Wenders entschied sich für das Thema »Gewalt gegen Frauen in Krisengebieten«, einem Konfliktbereich, der für »Ärzte ohne Grenzen« weltweit von zunehmender Bedeutung ist.
Auf Vorschlag der Organisation reiste Wim Wenders in den Kongo, in die Provinz Katanga, wo »Ärzte ohne Grenzen« bereits seit langer Zeit aktiv war. In Interviews berichten die Frauen von entsetzlichen Verbrechen und Massenvergewaltigungen - nüchtern und ohne Selbstmitleid. Für sie geht die größte Gefahr von ihren sogenannten Beschützern aus, von Militärangehörigen, Rebellen oder auch Polizisten, kurz allen bewaffneten Männern.
Wim Wenders stellt den Film vor, spricht anschließend mit Andrea Böhm (Redakteurin DIE ZEIT, Schwerpunkt Afrika, Kriegs- und Nachkriegsgesellschaften, besonders Kongo) über den Film und beantwortet Fragen aus dem Publikum. Begrüßung: Hans Helmut Prinzler
Sonntag, 18.1.2009

18 Uhr

Hanseatenweg

Studio

Regie Wim Wenders, Kamera Alberto Venzago, Ton Andrew Amondson, Schnitt Mathilde Bonnefoye Spanien 2007, 23 Min., OF.m.engl.UT
Anschließend Gespräch mit Wim Wenders und Andrea Böhm (DIE ZEIT) und dem Publikum
€ 6/4
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