Reinhard Jirgl "Die Stille"

Buchpremiere
Ein Fotoalbum steht am Anfang des neuen Romans von Reinhard Jirgl. 100 Fotografien zweier Familien, die eine aus Ostpreußen stammend, die andere aus der Niederlausitz. Zwei Weltkriege, Flucht, Vertreibungen haben sie über fünf politische Systeme hinweg, von der Kaiserzeit bis heute, überlebt. Mit unterschiedlichen Stimmen aus verschiedenen Zeiten und Perspektiven erzählt Jirgl eine Vielzahl einzelner Geschichten – vom Glücksspieler, der seine Familie in Tod und Ruin treibt, über eine fatale Geschwisterliebe bis zur hymnischen Neuerzählung von Alfred Döblins Zukunftsszenario »Berge Meere und Giganten«. Reinhard Jirgl, Zeitchronist, Apokalyptiker und Weltenerfinder in einem, hat in »Die Stille« wieder einen sprachmächtigen Zeitroman geschaffen: ein monumentales Epos des 20. Jahrhunderts. Norbert Miller führt in das Buch ein.
Dienstag, 31.3.2009

20 Uhr

Pariser Platz

Plenarsaal

Einführung und Gespräch Norbert Miller
€ 5/3
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