Kulturelle Dialoge. Manfred Trojahn und Günter Figal

Gespräch
Musikalische Strukturen lassen sich bis ins Einzelne analysieren; eine Komposition kann in Hinblick auf ihre formale Stimmigkeit und Originalität kritisch erörtert werden. Aber das Verstehen scheint so sehr an das Erfassen von Bedeutungen gebunden zu sein, dass die Musik sich ihm in ihrer Bedeutungslosigkeit entzieht. Sie steht nach der in der modernen Kunstphilosophie vorherrschenden Auffassung für das Fließende, Eruptive, Ereignishafte des Lebens. Die Annahme, dass Musik nicht verstanden werden könne, geht aber vielleicht auf ein zu enges Verständnis des Verstehens zurück. Demgegenüber fragen der Komponist Manfred Trojahn und der Philosoph Günter Figal nach den Konturen eines weiteren, auch der Musik gerecht werdenden Begriffs des Verstehens.

Moderation Hans-Joachim Wagner. Es spielt das Henschel Quartett.

Donnerstag, 12.11.2009

19 Uhr

Pariser Platz

Plenarsaal

Moderation Hans-Joachim Wagner. Musik »Chant d'insomnie III« und IV. Streichquartett von M. Trojahn, Henschel Quartett. € 6/3
Dokumentation
Das Abendprogramm (pdf-Datei) u.a. mit Biografien der Teilnehmer
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